Office in der Cloud: Eine Reklamekritik

Ein Link für die Analyse:

https://cloud.telekom.de/de/software/office-365

Falls sich der Link und Meinung der Magenta-Firma ändert hier ein kleiner Auszug (Stand Juni 2018):

Office 365 gehostet in Deutschland

Das Office-Komplettpaket inklusive Top-Kundenservice der Telekom

  • Immer die aktuellste Version von Word, Excel, PowerPoint & Co. (1)
  • Mit einer Lizenz auf allen Endgeräten nutzen (2)
  • Mit Profi E-Mail, Online-Kalender und sicherem Online-Speicher (3)
  • Professionelle Beratung und Microsoft-zertifizierter Support inklusive (4)
statt 11,95 / Benutzer / Monat
6 Monat(e) für 9,95 € / Benutzer / Monat
(30 Tage kostenlos testen)

Meine Kommentare:

Zu (1): Wird eine Anwendung in einer Cloud ausgeführt, muss nur diese aktualisiert werden. Das ist ein Vorteil wenn alle Kunden das nutzen. Nur eine Instanz muss aktualisiert werden. Das ist ein Vorteil durchaus. Kann aber mit einer eigenen Cloud gemacht werden und ist heutzutage sogar sehr einfach durch einen Klick oder ohne Intervention möglich.

Zu (2): Stimmt nicht ganz denn weiter unten steht:

Eine Lizenz für alle Endgeräte

Mit Microsoft Office 365 erwerben Sie mit einer Lizenz das Recht, die Office-Anwendungen auf allen ihren Endgeräten zu nutzen (bis zu 5 PCs/Macs, 5 Tablets und 5 Smartphones pro Nutzer). Damit richten Sie effizient Komplett-Arbeitsplätze ein – für höchste Produktivität im Büro, unterwegs und im Homeoffice.

Bei Nextcloud gibt es keine Einschränkungen, bzw. es ist nur von Ihrer Hardware abhängig und die Anforderungen sind nicht groß. Natürlich ist 5 Geräte pro User in der Regel ausreichend. Trotzdem passt die Aussage nicht ganz.

Zu (3): „Profi E-Mail“? Was ist das? Gibt es auch Amateur E-Mail? Nein, hier kommt es auf die Software an. Eine eigene Cloud kann bei Bedarf mit Roundcube oder SoGO betrieben werden. Professioneller geht es nicht und die Standards sind zudem offen. Gefällt Ihnen ein System nicht, können Sie einfach umziehen. Microsofts Exchange ist leider nicht offen, also kann der „Online-Kalender“ nur schwierig mit anderer Software betrieben werden. Online-Speicher ist nicht sicher, weil die Daten nicht bei Ihnen sind. Wir wissen, dass Microsoft sich bei der NSA weiterhin beteiligt. Das macht den Speicher unsicher.

Zu (4): Zertifikate sind schön, noch schöner ist es, wenn die Leute wirklich Ahnung von IT haben und sich nicht bloß auf dem Microsoft Universum beschränken. Das ist nur ein kleiner Teil der EDV, es existiert noch viel mehr, vor allem gibt es Firmen in der Branche, die wertvoller sind und einiges mehr an Innovation in den letzten Jahren beigetragen haben.

Nun, ist das billig? Bei 100 Personen zahlen Sie 995 € im Monat und verlassen sich darauf, dass Microsoft mit Ihren Daten ordnungsgemäß umgeht. Nachdem NSA-Skandal im Jahre 2009, sehe ich allerdings nicht, wieso das einer machen sollte. Muss es wirklich MS Office sein? Es gibt genug Software, die mit Word-Dateien umgehen kann. Schauen sie mal hier:

https://kopano.com/?lang=de

oder hier:

https://www.onlyoffice.com/de/

Mit einer Lösung, wo Sie Ihrer Firma einen Server spendieren und die Software von wirklich professionellen IT Spezialisten einrichten lassen, sparen Sie viel Geld, haben keine Lizenzkosten und das Beste daran ist, die Daten sind bei Ihnen. Ziehen Sie die Festplatte vom Server ab und schon stehen diese dem Internet nicht mehr zur Verfügung.

Lassen Sie sich nicht Monopolen verführen. Es gibt in Deutschland genug Dienstleister, die Ihnen eine deutlich bessere Lösung bieten. Auch für Integration kann oftmals eine alternative Lösung gefunden werden. Lassen Sie sich beraten.

2 Gedanken zu „Office in der Cloud: Eine Reklamekritik

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