Microsoft Office 365? OnlyOffice ist besser

Liebe Leser,

in den letzten Tagen hatte ich die Gelegenheit probeweise Office 365 zu testen. Ich beziehe mich auf den Stand von heute (12.05.2018).

Als Desktop-Alternative bietet Microsoft weiterhin Office 2016 an, obwohl bereits darüber diskutiert wird, was Office 2019 mit sich bringt. Mir ist das eigentlich egal.

Ich hatte schon ein paar Mal einen eigenen Cloud-Server aufgebaut mit dem Office möglich ist. Die Anleitung dafür finden Sie übrigens hier:

http://www.steinzone.de/wordpress/index.php/2017/07/23/onlyoffice-in-nextcloud-mit-ubuntu-16-04-lts/

Obwohl es technisch keine Hürde ist, sorgen Firmen wie Microsoft dafür, dass Daten, die unter Office 365 bearbeitet werden, nicht auf einen Ihrer Server oder Clouds laufen, sondern bei dem „Monopol“. Ich finde das nicht gut. Es gibt zwar Möglichkeiten dies bspw. über die Telekom laufen zu lassen, doch dort ist das Cloud-Angebot noch teurer und bietet sogar weniger Features an. Auch hier bleibt es dabei: Sie sind nicht Herr über Ihre Daten sind, sondern trauen Sie einem Dritten an. Ich möchte nochmals an den NSA-Skandal und das Projekt PRISM erinnern. Die Firma Microsoft ist eine der ersten, die dabei mitmacht:

https://de.wikipedia.org/wiki/PRISM

Denken Sie also immer daran, wenn Sie dieser Firma etwas anvertrauen wollen/müssen.

Da wir unsere Daten weitergeben und auch viel Geld dafür zahlen, sollten wir allerdings viel dafür zurückbekommen. MS Office hat ja eigentlich einen guten Ruf, was die Software angeht. Ist die Leistung gut? Nun ich habe es für meinen Bedarf mal getestet.

In diesem Artikel vergleiche ich ein paar meiner Erfahrungen damit, so können sie sich ein Bild machen. Das ist natürlich mein Empfinden und ich arbeite nicht täglich mit Office, allerdings teilen einige Menschen diese Meinung mit mir:

https://www.youtube.com/watch?v=zSXeEhEPJdw

Als Linux-User habe ich den Vorteil Office 365 in meinem Webbrowser zu nutzen. Mit Google Chrome und Mozilla Firefox kommt dieser wunderbar klar. Office 365 an sich läuft damit sehr stabil.

Office 2016 lässt sich mit dem Cloud-Dienst von Microsoft verbinden. Das ist ganz nett, aber die wollen ja immer noch keine Version für Linux bauen und eine Schnittstelle für LibreOffice oder OpenOffice ist auch nicht vorhanden.

Also müssen Linux- und wahrscheinlich Mac- und Android- (bzw. alle Nicht-Windows-User) ins Gras beißen. Selbst wenn die Software gut wäre, Office 2016 only for Windows (Aber bitte nicht unter XP oder Vista versuchen :-D).

Office 365 vs OnlyOffice

Wie bereits angedeutet, hatte ich vorab ein paar Tests mit NextCloud und OnlyOffice durchgeführt:

https://www.onlyoffice.com/de/

Ich wusste also schon was auf mich zukommt.

Da Office 365 sehr teuer ist, während OnlyOffice es kostenlos anbietet und Sie die Datenhoheit behalten, erwarte ich von Microsoft ein wesentlich besseres Produkt.

Review

Nach den ersten geöffneten Dokument fiel mir bereits auf, dass es kein vollwertiges MS-Office 2016 ersetzt. OnlyOffice hat aber auch nicht so viele Features. Was es kann, kann es aber wirklich gut. Da sehe ich zumindest noch kein Problem.

Nach ein paar Spielereien kamen bereits die Probleme:

  1. Wenn mehrere Personen editieren, sehe ich nicht, wer gerade editiert, außer ich klicke auf eine komische Liste, die ich nicht in einer Seitenleiste behalten kann. OnlyOffice macht das besser: https://www.youtube.com/watch?v=2EVOVH5HnA4
  2. Keine Gleichungen in Word! Ernsthaft? Hier haben wir ein großes Feature was OnlyOffice kann und bei Word 365 komplett fehlt. Ich hatte eigentlich gedacht, dass der LaTex-Syntax-Diebstahl auf Office 2010 zurückgehend, in Office 365 einsetzbar ist. OnlyOffice macht es leider auch nicht so gut, aber zumindest existiert das Feature und man kann damit arbeiten. Das ist ein sehr großer Fail für ein Produkt, das so viel Geld kostet. Sucht man in der Hilfe von Word 365, wird darauf verwiesen Office 2016 einzusetzen, schade.
  3. Dateiformat: Immer wieder ein Thema, weil LibreOffice und OpenOffice ODT für Texte einsetzen. OnlyOffice nutzt Standardmäßig DOCX also den  Office Open XML (OOXML) von Microsoft, kann aber auch ODT einsetzen, was ich persönlich für die bessere Wahl halte. Mehr infos hier: https://ask.libreoffice.org/en/questions/91365/revisions/
  4. Nachdem sieben Leute am Dokument editierten, wollte man uns das tolle Feature „Versionsverwaltung“ zeigen. Als die Benutzer das Dokument im Browser geschlossen hatten (Voraussetzung für das Zurücksetzen), hatte das System immer noch ein bis zwei Leute registriert, die angeblich noch am Bearbeiten waren. Nach ein paar Minuten warten und zahlreichen Versuchen, gelang es unserem Administrator, die Benutzer zwangs- abzumelden, sofern man das so betrachten kann, denn sie hatten ja keine offene Sitzung mehr.

Das Problem, dass in Netzwerk-Freigaben Dokumente gesperrt werden, ist kein neues bei Windows. Zwar können mehrere Leute mit Office 365 ein Dokument bearbeiten, aber das Problem mit Blockieren hat sich bei Office 365 auf die Versionswiederherstellung verlagert.

Ich verstehe nicht, warum das so eine große technische Hürde darstellt. Wenn Microsoft doch flexibles Office Open XML (OOXML) einsetzt, sollte es doch kein Problem sein, Dateiunterschiede zu erkennen und durch ein Patch-Verfahren einzusetzen. Was Git seit 2007 und SVN schon viel länger kann, kriegen die mit Ihren Dokumenten nicht hin und blockieren lieber diese.

Mir reicht das mit Office 365! Ich bin ein Maschinenbau-Ingenieur. Wenn ich keine ordentlichen Formeln in Word einbauen kann, ist das nichts Wert.

Kleiner Tipp: Wer es mit ordentlichen Dokumenten ernst meint, sollte sich mal LaTex ansehen. Das Prinzip ist anders, die Lernkurve höher, aber mit bisschen Zeit investiert lohnt es sich definitiv. Für kleine Dokumente mag Word ganz okay, sein. Briefe auf zwei Seiten, das geht ganz gut. Größere Dokumente, lieber nicht. Dank Software wie TexStudio kommt man sehr schnell und gut an sein Ziel. Außerdem, gibt es keine versteckten Informationen in diesen Dateien, denn die Dateien sind textbasiert und lassen sich mit Tools wie Git oder SVN wunderbar kombinieren. Also keine Probleme mit Blockieren oder Versionsverwaltung hier…

Fazit

Ich hatte mit Office 365 ein großartiges Produkt erwartet und wurde von Microsoft mal wieder enttäuscht. Mein Eindruck ist, dass man für viel Geld weniger bekommt. Nur weil die meisten Menschen diese Formate einsetzen und alles unter MS Office nutzen, heißt das nicht, dass es gut ist. OnlyOffice bietet eine viel bessere Alternative an und zudem muss man nicht seine Daten in Obhut anderer geben.

Vergessen Sie nicht, das sind Ihre Daten!

Der einzige Arbeitnehmer mit Linux-Desktop

Letztens sah ich dieses Video, eine ARD-Reportage, schön gemacht:

http://www.ardmediathek.de/tv/Dokumentation-und-Reportage/Das-Microsoft-Dilemma/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822114&documentId=51465916

Ich finde es gut, dass dieses Problem mal wieder angesprochen wird. Wir müssen aber mal mehr dafür tun. Wir haben noch einen langen Weg vor uns.

Ich habe 2006 zu meinem Studium vorgenommen, alles mit Linux zu machen. Das lief wirklich super und bin froh, dass die Universitäten es mitgemacht haben. Denn auch dort ist das Microsoft-Monopol sehr stark verankert.

Heute geht es darum, wie ich erfolgreich und oftmals als Einziger in der Firma Desktop Linux einsetze … und es geht wunderbar!

Dazu möchte ich anmerken, dass ich ein paar mal den Job gewechselt habe, um mich weiterzuentwickeln. In meinen Bewerbungen habe ich es zwar nicht angemerkt, dass es Desktop Linux sein muss, aber in den Bewerbungsgesprächen habe ich es oft zu verstehen gegeben.

Diese Bewerbungsgespräche liefen dank solcher Einstellung sehr gut, denn die Personen der Personalabteilungen oder Chefs (ja nachdem wer Interview macht) sind doch neugierig und sehen einen Vorteil, wenn einer in der Firma sitzt, der dem Linux sehr nahe ist.

Meine Karriere als Arbeitnehmer fing an einer Universität an. Auch hier war ich der Einzige mit Linux. Das ist nicht an allen Lehrstühlen so, leider aber an den meisten.

Schnell durfte ich anderen Leuten mit Ihren Problemen helfen. Mit Desktop Linux habe ich Windows Dateisysteme gerettet, von Windows geschützte Passwörter Rechner geöffnet und vieles mehr.

Da ich in der IT tätig war, habe ich am Ende das Active-Directory des Windows Server 2003/2008 durch Samba 4 ersetzt. Alle Rechner liefen bei meinen Kollegen weiterhin unter Windows und einige bekamen von der Umstellung nicht einmal etwas mit. So lief die ganze Server-Struktur nur noch unter Linux und der Lehrstuhl konnte sich eine ordentliche Stange Geld jedes Jahr sparen.

Kollegen, die später dazu kamen, mich aber von früheren Ereignissen kannten, machten schnell mit meine Idee „Desktop Linux“ mit. Sie waren nicht so radikal wie ich, sondern nutzen noch eine Windows Instanz in einer virtuellen Maschine. Das war meistens deswegen, weil spezielle Software nur auf dieser Art laufen konnte.

Später wechselte ich in die Industrie und durfte auch wieder Desktop Linux einsetzen. Ich hatte zwei Vorgesetzte, die Apple nutzten, sonst war der Rest bei Windows 7 oder 10. Weil in dieser Firma mit Server Linux gearbeitet wurde, kam das gut an. Ich wunderte mich, warum diese Firma überhaupt Windows genutzt hat.

Wahrscheinlich war es wegen Office. Ich sehe das als keinen echten Grund und bleibe dabei, dass MS Office nicht mehr gebraucht wird. Das ist auch kein Standard, akzeptiert es nicht! Hier wird das genau erklärt:

https://brattahlid.wordpress.com/2012/05/08/is-docx-really-an-open-standard/

Leider findet es eine weite Verbreitung, aber Menschen, die über andere Formate meckern, kann man darauf hinweisen, dass docx, xlsx, pptx usw. keinen echten Standard darstellen. Ich finde sogar, dass ein in MS Office gespeichertes Dokument keinen so großen Archivierungswert hat. Solange kein echter Standard genutzt wird, ist die Nachhaltigkeit einfach nicht gegeben.

Es gibt da so ein paar Mail-Server-Programme aus der Linux Community (Postfix, Dovecot). Diese können problemlos mit Outlook, Thunderbird, welcher einem besser gefällt umgehen. Als  Groupware gibt z.B. SOGo:

https://sogo.nu/

Einmal ordentlich konfiguriert, kann man das auch mit Outlook, Thunderbird, usw. verbinden. Sogar mit seinem Smartphone oder Tablet ist diese Technologie einsetzbar. Endlich bekommen smarte Geräte mal einen vernünftigen produktiven Einsatz :-D. Hier wird der CalDav- bzw. CardDav-Standard eingesetzt. Also kein teurer und schlechter geschlossener Exchange-Server mit dem nur ein paar Sachen möglich sind und man jedes Jahr viel Geld an Lizenzen abdrücken muss. Das muss nicht sein. Wir brauchen Microsoft in Europa nicht. Wir können unsere Software für unsere eigenen Systeme schreiben. Und was noch besser ist, dadurch werden keine Daten an den Redmond-Riesen oder ähnliche Konzerne übertragen.

Nun bin ich in einer größeren Firma gelandet und ähnliches Spiel wieder. Einige wenige nutzen Mac, doch die meisten haben Windows als Hauptsystem. Man muss aber dazu sagen, dass einige Kollegen aus beruflichen Gründen zwischen vielen Betriebssysteme wechseln, also kein wirkliches Hauptsystem haben. Darunter ist natürlich auch Linux. Das finde ich sehr cool! Allerdings ist die IT mit Microsoft sehr infiziert und das ist schade. So ein bisschen widersprüchlich, aber manche Firmen wachsen eben unterschiedlich. Als Groupware läuft dort ein vollwertiger Exchange-Server. Er ist performant und lässt keine Wünsche offen. Allerdings habe ich keine große Chance CardDav oder CalDav ordentlich zu nutzen.

Microsoft: Wenn Exchange weder Carddav noch Caldav bieten kann, gehört Ihr auch nicht zum Standard. Was nicht offen standardisiert ist, sollte aberkannt werden.

Zum Glück gibt es noch den Davmail-Gateway:

http://davmail.sourceforge.net/

Mit diesem wird das Exchange Web Zeug (AWS) auf CardDav und CalDav Protokolle weitergeleitet, genauso wie Emails. Ich kann also doch Thunderbird unter Desktop Linux nutzen, obwohl ein Exchange Server in der Firma läuft. Es ist nur schade, dass es soweit kommen muss. Dennoch ist das besser als gar nichts.

Also, wer Desktop Linux zu hause nutzen will, ich kann es empfehlen. Ich vermisse gar nichts.

Wer mit der Leistung und Spionage von Microsoft unzufrieden ist, sollte auf jeden Fall mal Linux ausprobieren. Denkt aber stets, Linux ist nicht wie Windows; es ist anders. Im Umgang mit dem Rechner gibt es damit neues zu lernen. Ich versichere Euch aber, es lohnt sich sehr!

Wer Linux nutzt, sieht ein ganz neues IT-Universum und lernt dabei auch über den üblichen Windows-Nutzern zu stehen. Das betrifft übrigens auch eine breite Masse an Politikern, bei denen Nachholbedarf besteht.

Ihr wollt es bei der Arbeit einsetzen? Wenn es Euch zu-hause damit gefällt, dann fragt doch einfach mal den Vorgesetzten. Aus technischer Sicht geht es wirklich gut.

Denoise videos where beamer or monitor projections take place

You might know the situation where you have to record someone presenting a topic (the typical PowerPoint presentation) and the projected material is being recorded with him.

The reason is that the emitted light frequency does not match well with the recording device. That creates a lot of noise as you can see here:

So how to tackle such problem? After experimenting with some filters in Kdenlive I discovered that the „Adaptive Temporal Averaging Denoise“ (atadenoise) filter does a nice job.

Here is the theory behind the filter:

http://hrcak.srce.hr/file/125359

For applying that filter I used Kdenlive which has become a nice software for editing videos. It is far from perfect, but good enough for my needs:

It uses the same parameters as ffmpeg which provides that filter as well. I guess Kdenlive works as its frontend here, not sure though.

The values for the filter I finally used for that video were:

av.0a = 0.292, av.0b = 0.730, av.1a = 0.286, av.1b = 0.520, av.2a = 0.286, av.2b = 0.435, av.s = 15

This is the result:

You might have to play around with the values if you want to denoise your video. It depends on what you have.

What do you think about this filter? Are there better ones? You are welcome to comment your thoughts. 🙂

exa: Should we replace the „ls“ command?

What does „ls“ do anyways? If you work in a Unix-like terminal you know it is the most basic command. It just shows the content of a directory. It has been here for a long time and surely will remain even longer.

The question is: Is the „ls“ command outdated after so long?

At least some developers believe it and tried to create a new one called „exa“:

https://the.exa.website/

Looking good?

Source: exa Github page

Why this tool and not ls?

There are some arguments as you might have noticed in the screenshot. For one you have many more colors. The focus is on a good user experience:

  • Human readable sizes instead of showing just the bytes of every file is standard. Yes, it is easier to read 10 Gb than 10000000000 bytes
  • Git integration! Yes!
  • Tree view

With exa you have listing tool which provides a more human readable display of your files. With version control system Git you have more information of the file states. I hope more version control systems will be supported. Though I think Git is the best version control and I use it all the time, Subversion is still widely used, especially in the industry.

Will „ls“ die?

I cannot predict the future, but I don’t think so. „ls“ is part of a Unix and likes operating system. It not only serves the purpose to show a human being stuff but it is extensively used in different scripts, where programs asks for file lists, status or similar.

So no hate against „ls“. Exa is a nice complementation for your system and because we talk here Linux all is about freedom of choice!

Installation

This tool should run on any Linux but yet there are not so many package repositories which let you install exa.

You require to have libraries installed, which are used by the Rust language being the development language of that tool.

Under Ubuntu or similar you can do this…

$ curl https://sh.rustup.rs -sSf | sh
$ wget -c https://the.exa.website/releases/exa-linux-x86_64-0.7.0.zip
$ unzip exa-linux-x86_64-0.7.0.zip
$ sudo 
$ sudo mv exa-linux-x86_64 /usr/local/bin/exa

If you are using Arch or Manjaro, you are in luck:

$ pacman -Syu exa

Extra: Video where I tested „exa“

Genervt von Werbeanrufen? Ein paar Lösungen gibt es schon…

In letzter Zeit hat ein Magazin mich mit nervigen Anrufen mehrmals belästigt. Das kam zustande, weil in einer Zeitung ein Inserat über meine Dienstleistungen rein-gestellt hatte.

Dazu kann die Zeitung nichts, die Magazine lesen halt solche Anzeigen und sehen die Inserenten als potentielle Kunden. Das ist ja auch okay, solange Sie freundlich nachfragen. Fangen Sie aber an mehrmals anzurufen und versuchen einen etwas aufzuschwatzen, hört der Spaß auf.

Und jetzt kommt mir da so ein Gedanke… Hier ein paar Tipps wie man nervigen Anrufern den Wind aus den Segeln nehmen kann.

Firmen, die einem auf die Nerven gehen müssen inzwischen die Nummer übertragen, andernfalls machen Sie sich strafbar. Zeigen Sie ruhig solche Kandidaten an. Für unterdrückte Nummern allein kann bis zu 10.000 Euro Strafe gezahlt werden.

Warum teile ich dieses Wissen mit der Welt? Ich denke, man muss nervenden Unternehmern zeigen, dass unseriöses Werben nicht zum Erfolg führt.

Das ist übrigens meine Art, wie ich mit Anrufern umgehe und halte mir damit ein paar Betrüger vom Hals.

Nummern Organisieren

Als erstes würde ich keine Nummer annehmen, die nicht bekannt ist. Glücklicherweise funktioniert das mit den meisten Telefongeräten ganz gut, denn Sie können bekannte Nummern als Kontakte abspeichern. Also, organisieren Sie Ihre Kontakte und gehen Sie einfach nicht an unbekannte Nummern dran. War der Anruf wichtig, können Sie immer noch zurückrufen.

Nummer Identifizieren

Hat eine unbekannte Nummer angerufen, würde ich diese zuerst suchen. Ob Sie es glauben oder nicht, mit Google kann man auch Telefonnummern suchen. Eine darunter gefundene Seite ist nicht selten http://anruferauskunft.de . Taucht dort die Nummer auf und wird als unseriös eingestuft, dann sollten Sie auf keinen Fall zurückrufen. Jetzt haben Sie es in der Hand. Falls die Nummer nicht identifiziert werden kann, dann mal zurückrufen.

Stellt es sich dennoch als unseriös heraus, sollten Sie die Nummer auf einer dieser Seiten melden und dann über Ihr Gerät blockieren. Jetzt kann es natürlich sein, dass die unseriöse Firma sie nochmals versuchen wird anzurufen, dann heißt es: Nummer sofort blockieren!

Blockieren der Telefonnummer

Hier kommt es auf die Hardware an, die Sie verwenden. Ich werde zeigen, wie Sie Anrufe über eine AVM FRITZ!Box blockieren können. Es ist mein beliebter Ansatz, weil diese direkt mit der Telefonleitung verbunden ist. So kommen diese Nummern gar nicht erst ins Heimnetzwerk.

Loggen Sie sich über den Webbrowser auf die Fritzbox ein. In der Regel öffnen Sie den Link http://fritz.box

 

„Telefonie“ wählen, dann auf „Rufbehandlung“ gehen. Jetzt klicken Sie auf „Neue Rufsperre“, und tragen die Nummer ein. Damit haben Sie dann Ruhe.

Sie können natürlich auch Ihren Telefon-Provider anrufen und bitten bestimmte Nummern sperren zu lassen. Ich halte es aber für besser es direkt selber tun zu können.

Wenn Firma die Nummer ständig wechselt…

Das ist leider ein Problem, wofür ich keine Lösung habe. Denken Sie aber auch daran, dass das Wechseln der Nummer den Firmen Arbeit macht und denen Geld kostet. Mir ist es nicht mehr so oft vorgekommen, dass Firmen die Nummer wechseln.

Das Eintragen der Rufsperre in der FRITZ!Box ist ganz nett, allerdings auch ein bisschen aufwändiger als es direkt an einem Telefon zu machen. Vielleicht gibt es eine bessere Möglichkeit. Lassen Sie mich es wissen.

Wehren Sie sich gegen Betrüger! Mit der heutigen Technologie und Transparenz des Internets ist das eigentlich kein Problem mehr.

Natürlich gibt es andere Bedrohungen im Internet. Umso wichtiger ist es das Heimnetzwerk zu schützen. Die Hardware von AVM ist wirklich gut. Ich bin mit meiner FRITZ!Box nach wie vor zufrieden.

Was meinen Sie zu dem Thema? Fühlen Sie sich auch öfters von unseriösen Firmen belästigt? Hinterlassen Sie doch einen Kommentar. Ich freue mich immer auf Feedback.

OnlyOffice in NextCloud mit Ubuntu 16.04 LTS

Einleitung

Hier werde ich versuchen OnlyOffice mit einem laufenden NextCloud Server zu nutzen.

Ich gehe davon aus, dass NextCloud bereits installiert ist. Unter Ubuntu kann das mit dieser Anleitung getan werden:

https://www.linuxbabe.com/cloud-storage/setup-nextcloud-server-ubuntu-16-04-apache-mariadb-php7

Wer Interesse hat, kann ich gerne auch einen Post dafür schreiben. Es gibt aber dazu gute Anleitungen. Einfach googlen. Leider ist dieser Schritt nicht für jedermann. Hier kommt dann doch das Terminal  zum Einsatz.

In diesem Fall wird nur der Document Server installiert, weil wir uns nur für die Office Tools interessieren. Community Server hat noch ein paar Komponenten mehr, wie bspw. Kalender-Dienste. Durch die NextCloud sind bereits diese vorhanden.

Installation

Wir sollten sichergehen, dass folgende Pakete installiert sind:

  • libcurl3
  • libxml2
  • supervisor
  • fonts-dejavu
  • fonts-liberation
  • ttf-mscorefonts-installer
  • fonts-crosextra-carlito
  • fonts-takao-gothic
  • fonts-opensymbol
  • postgresql
  • redis-server
  • rabbitmq-server
  • nodejs
  • nginx-extras

Wahrscheinlich ist davon schon alles installiert, wenn NextCloud läuft. Ausnahme sind allerdings nodejs, die Version ist zu alt:

echo "deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu xenial main universe multiverse" | sudo tee -a /etc/apt/sources.list
curl -sL https://deb.nodesource.com/setup_6.x | sudo bash -

Und schon wird es mit

apt-get install nodejs

installiert.

Auch als root öffnen wir psql und legen Tabellen für onlyOffice an:su postgres -c psql

CREATE DATABASE onlyoffice;
CREATE USER onlyoffice WITH password 'onlyoffice';
GRANT ALL privileges ON DATABASE onlyoffice TO onlyoffice;
\q

Wir sollten noch den Port des onlyOffice Servers ändern:

echo onlyoffice-documentserver onlyoffice/ds-port select 90 | sudo debconf-set-selections

Nun fügen die Paket-Quelle hinzu:

sudo apt-key adv --keyserver hkp://keyserver.ubuntu.com:80 --recv-keys CB2DE8E5
sudo echo "deb http://download.onlyoffice.com/repo/debian squeeze main" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/onlyoffice.list

Damit es keine großen Probleme mit Authentifizierung gibt, wenn onlyoffice installiert wird:

echo RESET onlyoffice/db-user | sudo debconf-communicate onlyoffice-documentserver
echo RESET onlyoffice/db-pwd | sudo debconf-communicate onlyoffice-documentserver

Und drauf damit:

sudo apt-get install onlyoffice-documentserver

Testen von OnlyOffice

Öffnen Sie den Webbrowser und gehen Sie auf die Adresse:

http://yourserver:90

Erscheint die Meldung „Document Server is running“ Glückwunsch! Wir können mit der Integration zu NextCloud beginnen.

Integration with NextCloud

Hier gehen wir als root in das Verzeichnis

/var/www/nextcloud/apps

und laden die entsprechende App herunter:

sudo git clone https://github.com/ONLYOFFICE/onlyoffice-owncloud.git onlyoffice
chown -R www-data:www-data onlyoffice

Jetzt muss diese nur noch aktiviert werden. Dabei muss man sich als Administrator bei NextCloud einloggen. Dann auf das Zahnrad klicken, Apps wählen und unter der Liste der „Disabled Apps“ OnlyOffice aktivieren.

Dann noch die Adresse unter Admin->Basic Settings von dem Document-Server eintragen: http://server:90

 

Das war auch schon alle mit der Konfiguration. Einmal ausloggen und einloggen ist empfehlenswert.

Nun können Office-Dokumente Online bearbeitet werden:

Es sieht ganz nett aus. Ich habe nicht alle Optionen gefunden, die Office bietet, aber die Gängigstigen sind alle drin. Zum Arbeiten kann es gut einsetzen. Ich finde es auch etwas übersichtlicher. Gerade für Anfänger ist das ein Plus.

NetOffice: Office in der Cloud gehört Ihnen!

Viele Menschen, die berufstätig sind, müssen sich in der Regel den Office-Anwendungen stellen.

Das Geläufige dabei ist Microsoft Office, mit den prominentesten aber nicht einzigen Programmen: Word, Excel und PowerPoint.

Ich könnte jetzt Vorträge halten über Open- und LibreOffice. Ich halte es für ein besseres Produkt, aber das kommt auch darauf an, was man damit macht. Ich werde das in einem anderen Post anschneiden. Hier geht es um etwas Größeres.

Weniger bekannt jedoch ist Office 365. Vielleicht haben Sie schon einmal das Konkurrenz-Produkt Google Docs eingesetzt. Falls nicht, müssen Sie sich nicht wundern.

Office 356 – Quelle: gigaom.com

 

Google Docs – Quelle: tommytoy.typepad.com

Um was für Produkte geht es hier eigentlich? Office 365 und Google Docs sind Anwendungen die nicht auf Ihrem Rechner laufen sondern bei dem Anbieter in seiner Cloud. Oftmals geht es dabei um Software as a Service (SaaS).

Software as a Service

Was ist an SaaS so interessant? Brauchen wir es wirklich? Sprechen wir von ein paar Vorteilen:

  • Nur der Server muss die Hardware zur Verfügung stellen. Macht ja Microsoft und Google bereits.
  • Sie gehen mit dem Webbrowser auf die Seite der Anwendung und arbeiten dort.
  • Dadurch ist kollaboratives Arbeiten möglich. Mehrere Leute können an einem Dokument arbeiten.
  • Installation der Software entfällt. Updates werden am Server eingespielt. Jeder nutzt also genau die gleiche Version, Punkt!
  • Durch die zentrale Speicherung der Dokumente, wird die Organisation verbessert. Durch die Arbeitsweise werden die Leute zur besseren Organisation trainiert. Die Tendenz irgendwo Dokumente unzugänglich liegen zu lassen entfällt.
  • Keine Betriebssystemabhängigkeit. Sie brauchen nur einen modernen Webbrowser. Auch können Sie Tablets, Smartphones, egal welches Internet-fähige Gerät einsetzen.

Das klingt nach einer Lösung, die man sofort machen sollte und wundert sich zudem auch, warum die Unternehmen nicht darauf angesprungen sind. Es gibt es einige Probleme, die gravierend sind:

  • Die Daten von Google und Microsoft werden auf Ihren Servern gespeichert. Nicht nur wird Datenschutzgesetz damit verletzt, sondern man ist damit angreifbarer.
  • Die Anwendungen sind noch nicht so reif, wie die normalen Desktop-Anwendungen Counterparts oder doch?

Eigentlich überwiegen doch die Vorteile. Dennoch müssen wir uns den Nachteilen noch stellen. Gerade das Thema NSA und Datenschutz sind in der heutigen Zeit diskussions-bedürftig geworden.

Lösung

Sind Sie der Meinung, dass Google und Microsoft sicher ist und Ihre Daten schützt (kann ja sogar stimmen), dann sollten Sie diese Produkte mal ausprobieren. Gerade wenn Sie mit mehreren Leuten an Dokumenten arbeiten, kann das eine Erleichterung sein. Google macht es sogar kostenlos.

Ich denke aber, dass Sie eher skeptisch sind und sollten vielleicht doch eine Möglichkeit finden Ihre Daten besser zu schützen. Ihre Daten gehören nicht irgendwo in die Welt verstreut, sondern sollten bei Ihnen bleiben und das auch örtlich.

Die Lösung ist ganz simpel: Die Cloud sollte am Ort physikalisch betrieben werden, wo die Daten zu sein haben. Wir brauchen also nur einen kleinen Server (Rasperry Pi kann das auch) und Software, die uns unterstützt.

Ich nehme mir als Experiment das Produkt „OnlyOffice“ vor:

http://www.onlyoffice.com

Damit wird getestet, ob die Vorteile wirklich gewinnbringend sind und ob wir die beiden erwähnten Nachteile in den Griff bekommen.

Im nächsten Post werde ich eine kleine Anleitung schreiben und berichten, wie gut das klappt.

Vielleicht fallen Euch noch weitere Vorteile oder Nachteile ein. Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Das beste Desktop PC Betriebssystem. Gibt es sowas? (Teil 4/4: Linux Forts.)

Bei dem vierten Teil werde ich mich kurz anderen Umgebungen widmen, anschneiden und auf die Hauptdistros eingehen. Ich halte das etwas kürzer, weil ich diese Desktops nicht produktiv nutze, aber durch meine Tests dennoch empfehlen kann.

Zu Teil 3

Mate

Das war früher die Vision von Gnome 2.0 sofern es Vision genannt werden kann. Eine Taskleiste unten und drei Hauptmenüs oben links definieren das Standardlayout. Der Schriftzug „Anwendungen“ der oberen Leiste öffnet ein Anwendungsmenü, das zweite Orte auf dem Rechner (z.B. Dokumente, Bilder, usw.) und das dritte Menü ist für das System an sich (Systemsteuerung, Software Manager, Updates oder sogar Herunterfahren).

Von der Bedienung ist es der Favorit meiner Frau. Es ist sehr simpel gehalten, wird von vielen Linuxianern bewundert, läuft flott und sehr stabil.

Quelle: omgubuntu.co.uk

Wer etwas Klassisches sucht, dass auch an Windows XP erinnert, ist mit dieser Umgebung gut bedient.

Hauptdistros sind Ubuntu Mate und Linux Mint Mate. Ich würde aber zur Ubuntu Variante greifen. Das Software Center von Ubuntu Mate ist eine sehr schöne Kreation und macht viel Spaß zu bedienen.

KDE Plasma (Kool Desktop Environment)

Dies Oberfläche ist ein Biest, denn sie hat extrem viele Optionen. Mein Eindruck ist, dass viele Ideen von Windows und Mac Os kommen, allerdings von allen Ideen, die es jemals gegeben hat. Es ist schwer zu definieren.

Es ist auch ein guter Desktop, allerdings nicht so mein Favorit. Ich finde ihn etwas überladen. Allerdings kann man ihn solange umbauen, bis man das Feeling von Mac OS 10, Windows 95, 98, XP, 10  usw. erhält. Natürlich kann man damit auch etwas eigenes Besonderes erstellen. Von verschiedenen Taskleisten bis hin zu Widgets, bleibt kein Wunsch offen.

Das Standardlayout ist bei den meisten Distros recht harmlos.

Quelle: www.kubuntu.org

Wer sich durch Klicken eine eigene Umgebung konfigurieren möchte, evtl. auch das „Feeling“ von etwas Vertrauten aufbauen möchte, kann es damit machen.

Zu KDE gibt es auch viele sehr leistungsfähige Anwendungen, die KDE selbst gar nicht wirklich benötigt. Ich nutze gerne Kdenlive zum schneiden von Videos. Das mache ich in meiner Gnome-Shell Umgebung. Alles top!

Beste Distro? Kubuntu, KDE Neon oder OpenSuse liegen da ganz weite vorne!

XFCE
Quelle: 2.bp.blogspot.com

Noch eine schöne Desktop Umgebung ist XFCE. Ähnlich zu Mate ist es anpassbar und fast genauso leichtgewichtig. Es fällt mir schwer beide in Sachen Komfort und Bedienbarkeit auseinanderzuhalten. XFCE galt schon immer als leichgewichtig. Wer einen alten Rechner besitzt, dem kann ich XFCE wärmstens empfehlen. Grafische Effekte, Eye-Candies fehlen allerdings komplett. Wie aber alles andere, kann das durch Extra-Software nachgerüstet werden.

Inzwischen ist es fast genau konfigurierbar wie KDE, braucht aber wegen fehlendem Eye-Candy und Grafik-Hardware Beschleunigung weniger Ressourcen.

Allerdings sehe ich auch, dass die Vision von XFCE ein bisschen schwer zu erkennen ist, denn die Oberfläche hat sich seit Beginn gar nicht geändert (1996). Das ist etwas, was viele XFCE Nutzer sehr schätzen: Konservativismus. Wer also auf große Neuerungen wartet, wird hier enttäuscht. Dafür ist es extrem stabil, flott und zuverlässig. Es ist auch das System, welches gerne für Rasperry Pies eingesetzt wird.

Beste Distro? Wer das stabilste vom Stabilen haben möchte, ist bei Xubuntu gut aufgehoben. Zwischen den Versionen gibt es von der Bedienung kaum Unterschiede.

Manjaro ist auch eine gute Distro für XFCE, allerdings als Rolling Distro weniger stabil als XUbuntu.

Budgie

Dieser ist ganz neu und stammt von Entwicklern, die etwas Neues ausprobieren wollen.

Quelle: 1.bp.blogspot.com

Ein Highlight ist die rechte Sidebar für Einstellungen. Es ist eigentlich nicht so spektakulär. Budgie versucht durch das einfache Startmenü und wenigen Optionen Benutzer abzuholen, die etwas Minimales dennoch Frisches möchten. Dafür hat es halt wenige Optionen. Es erfüllt trotzdem die Anforderungen einer Desktop Umgebung.

Es ist ein frisches Projekt. Was kommen wird, ist schwer zu sagen.

Beste Distros sind Solus OS, was sehr jung ist (noch sehr wenig Software-Unterstützung) oder Ubuntu Budgie.

Fazit

Das ist noch nicht alles. Hier gibt es einen Überblick zu einigen Weiteren Desktop-Umgebungen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Desktop_environment

Englische Wikipedia hat mehr zu erzählen. 🙂

Es gibt wirklich sehr viele Desktop Umgebungen und besonders interessant sind die Exotiker, die wirklich etwas ausprobieren, doch aber nicht immer erkannt werden. So bleiben diese den speziellen Linux-Geeks vorbehalten, etwas schade eigentlich.

Ich habe in dieser Reihe der 4 Artikel mal grob angeschnitten, was es so gibt und Ihnen hoffentlich eine Idee gegeben welche Desktop Umgebung für Sie interessant sein könnte. Auch habe ich so neutral wie möglich über Windows und MacOS diskutiert. Ich glaube, heute durch die Spionage sollte man sich wirklich überlegen, ob seine Hardware Software-Giganten überlassen sollten, die einen aussaugen.

Sie müssen sich nicht mit vielen Distros herumschlagen, nehme Sie Ihren Lieblingsdesktop suchen Sie sich die beste Distro aus und schon sind sie dabei.

Dass ich viel Ubuntu empfehle liegt daran, dass der Support am besten ist und wirklich viele Abspaltungen mit der Desktop Umbegung angeboten werden, die wirklich gut funktionieren.

Bei Desktop Linux erhalten Sie hohe Qualität an Software mit der richtigen Distro Ihrer Wahl. Fragen Sie einfach nach, ich berate Sie gerne!

Was ist Sicherheit (für Sie und die EDV)?

Ich möchte nicht groß mit Begriffen herum-werfen, die zum Teil technisch, aber zum Teil leider auch unscharf definiert sind.

Da jeder Mensch eine andere Vorstellung von „Sicherheit“ hat, ist es auch nicht einfach festzulegen was das im IT-Bereich wirklich bedeutet.

Sollte Sie das Thema „Sicherheit“ interessieren, dann lesen Sie weiter. In diesen Dokument werde ich versuchen durch Verständnis das Konzept Sicherheit im IT-Bereich näher zu bringen. Dafür brauchen wir nur ein paar Prinzipien, Augenöffner und Erläuterungen ohne dubiose Fachbegriffe einzusetzen. Ich werde den Leuten zeigen, was wirklich Sicherheit in der IT ist, insbesondere, was das für Sie als Person in diesem Zeitalter bedeutet.

Falls Sie der Meinung sind: „Ich habe doch nichts zu verbergen“, dann tut mir das für Sie Leid, denn dann sehen den Wert in sich selbst und Ihrer Arbeit gar nicht und ich glaube auch nicht wirklich, dass Sie es so meinen. Jeder Mensch hat vertrauliche Informationen. Ihre Daten gehören Ihnen und Sie sollten selber entscheiden können, wer diese Daten erhält und wem Sie verweigert werden.

Fangen wir also beim Alltag an. Was bedeutet für Sie Sicherheit im Alltag?

Im Alltag

Sie haben eine Tür zu Ihrem Haus und Wohnung. Sie schließen diese auf und zu. Ärgerlich eigentlich, wenn man den Schlüssel verliert. Schlüsseldienst ist heutzutage sehr teuer. Sie könnten die Tür aufbrechen und für den Schaden zahlen. Wenn Sie das können, kann das ein professioneller Einbrecher auch?

Je „sicherer“ die Tür ist, desto schwieriger müsste es sein, diese zu öffnen. So soll es ja auch sein!

Warum schützen wir also unser Zuhause vor Eindringlingen? Weil sie etwas wertvolles klauen könnten? Es gibt Menschen auf dieser Welt, die besitzen keine Tür, aber auch keine Wertgegenstände. Somit kein Anreiz für Diebstahl.

Für Ihre Wertgegenstände haben Sie hart gearbeitet. Sie sollten Ihren Besitz beschützen. Wenn Sie das genauso sehen, dann sollten Sie das auch für Ihre Daten tun und sehen, dass keiner diese vor Ihrer Nase einfach weg-kopiert.

Leider ist das in der heutigen Zeit sehr schwierig geworden, denn die meisten Geräte teilen verschiedenen Firmen Ihre persönlichen Daten mit ohne das Sie es merken. Die gute Nachricht ist aber, Sie können sich dagegen wehren.

Regierung beschützt mit Überwachung das Volk

Oft heißt es ja, dass die Daten der Rechner ermittelt werden, weil man nach Terroristen sucht. Ich halte das für eine billige Ausrede der Nachrichten (Fake-News?).

Intelligente Terroristen nutzen Software, mit der sie sich versteckt halten können, auch vor der NSA. Weil genau diese Vorbereitungsmaßnahmen ihnen gelehrt werden, finde ich, dass Sie auch darüber wissen sollten.

Die Daten, die Sie erzeugen, erwirtschaften, usw., die Ideen, die Sie aufschreiben, gehören nicht der Regierung sondern Ihnen! Sie zahlen Ihre Steuern, wie ein jeder braver Bürger. Wenn die Regierung etwas von Ihnen möchte, dann müssen Sie zuerst gefragt werden. So sollte es sein. So muss es (wieder) werden.

Lassen Sie sich nicht aussaugen. Nutzen Sie ein System, das nicht Sie und Ihre EDV kontrolliert, sondern da ist um Sie bei der Arbeit zu unterstützen.

Geld

Leider bin ich kein Finanzexperte, aber ich finde es schon interessant, wie große Banken an die Macht gekommen sind, indem Menschen Ihnen das Geld ausgeliehen haben. Wir haben ja ein oder mehrere Konten, aber wesentlich weniger Bargeld im Vergleich dazu in den Taschen. Da es keine Zinsen mehr gibt, könnten wir auch alles abheben und für uns behalten.

Die Meisten tun das aber doch nicht. Naja, ich mache es nicht, weil ich glaube, dass es eine gewisse Sicherheit in meiner Bank gibt. Ich hebe mein Geld ab oder überweise Beträge online. Zumindest ist bis heute immer noch das Vertrauen dar. Der Zwang ist auch dar, weil die Firmen für Gehälter eine Bankverbindung verlangen. Dabei hört es aber auch nicht auf. Ohne Bankverbindung ist man in Deutschland stark eingeschränkt, finde ich.

Wie in Zukunft mit Geld umgegangen wird, ist noch ungewiss, aber der Trend zu bargeldlosen bezahlen wird immer stärker. Ob das gut ist, weiß ich nicht. Man munkelt, dass Banken und Regierungen, die volle Kontrolle über die Finanzen der Menschen erlangen wollen.

Ich möchte das Thema auch nicht weiter vertiefen, dennoch finde ich es beängstigend, dass die meisten Banken Windows Betriebssysteme (Gerne auch mal XP) am laufen haben, was von der Sicherheit im Vergleich zu Alternativen deutlich schlechter ist.

Warum Windows nicht sicher ist, schneide ich sofort an…

Windows

Ich lese so Slogans wie „Das bislang sicherste Windows“ oder „Sicherstes Windows aller Zeiten“. Damit ist Windows 10 gemeint.

Kommen wir zurück zu „Sicherheit“ und was es bedeutet. Für die Firma Microsoft mag Windows sicher sein, weil Maßnahmen im Code stecken, die dafür sorgen, dass Angriffe von Hackern abgewehrt werden. In der Theorie funktioniert das auch teils. Komisch, dass immer noch Kaspersky und Co. Produkte andrehen, wenn Windows angeblich so sicher ist, aber lassen wir das mal so stehen.

Sicherheit für Sie? Wie wir bereits wissen, nimmt sich Microsoft das Recht heraus, Ihre Webcam zu nutzen, Ihr Mikrofon abzuhören und sogar auch Mausbewegungen und Tastatureingaben mit-zuschneiden. Angeblich soll dadurch das Produkt verbessert werden. Sind Sie jetzt ein Versuchskaninchen?

Ich halte eine Software, die Ihre Kunden unaufgefordert ausspäht für unsicher. Sie ist unsicher, weil sie nicht Sie vor Datenklau schützt. Eine gute Software macht das, was Sie Ihr mitteilen und nicht mehr. Wenn Sie von guter Qualität ist, dann führt Sie die Aufgaben so aus, wie Sie es wünschen. Dabei darf nicht mehr gemacht werden. Möchten Sie einer Firma Feedback mitteilen, dann muss das freiwillig sein.

Zwang von Updates ist dabei auch ein großes Thema. Sie können Windows nicht ohne Aufwand daran hindern sich zu aktualisieren. Warum macht es das gegen Ihren Willen? Sie werden dazu gezwungen! Dann haben Sie ein Update, und plötzlich funktioniert die Netzwerkkarte nicht mehr. Das ist weder sicher noch zuverlässig. Ich stelle mir die Frage, warum müssen Sie sich das antun. Für ein Betriebssystem, wofür Sie sogar Geld bezahlt haben. Das ist echt ein Witz!

Ich bin mal direkt. Seit dem NSA-Skandal von 2013 haben sich einige Firmen verraten. Ich halte es für ein Unding! (Vielen Dank Snowden für die Aufklärung!)

Und genau diesen Firmen sollten Sie nach Möglichkeit aus dem Weg gehen. Es gibt genug Menschen und Lösungen, auch hier in Deutschland, denen das bewusst ist und sich dagegen wehren. Unsere Regierung scheint dafür noch wenig Verständnis zu zeigen.

Quelle: pureinfotech.com

„Windows 7/8 spioniert aber nicht“, heißt es. Dass Windows 10 viele Abhörfunktionen hat, schockierte einige Menschen und fiel deshalb auf, weil die Optionen zum Abschalten angeboten wurden. Leider muss ich aber Windows 7/8 Nutzer enttäuschten. Die Gratis-Upgrades von Windows 10, die für ein Jahr von MS angeboten wurden,  führten zu der Überraschung, dass kaum Menschen es haben wollten. Also hat Microsoft durch Updates bei W7/8 dafür gesorgt, dass trotzdem abgehört wird. Ich glaube bei Windows XP, gibt es diese Abhörfunktionen nicht: http://thehackernews.com/2015/08/windows-spying-on-you.html

Bei Apples MacOS bin ich mir nicht sicher, aber da die Firma der NSA auch Daten über PRISM abgibt, sollte man auch hier nicht vertrauen.

Was können wir also dagegen tun? Ich kenne ein paar Lösungen! Erlangen Sie Kontrolle über Ihren Rechner zurück indem Sie das Betriebssystem wechseln.

Ich werde jetzt ein paar Aspekte kurz anschneiden. Möchten Sie mehr über das Thema wissen, fragen Sie einfach nach. Sie können auch in diesem Blog einen Kommentar hinterlassen.

Linux

Kann Linux nicht auch spionieren? Tatsächlich wurde Torvalds gefragt, ob er Hintertüren dafür einbaut. Das hat er abgelehnt, doch hier ist ein Punkt, weswegen das selbst mit seiner Zustimmung nicht funktionieren würde. Der Kern von Linux wird von einer großen Gruppe von Entwicklern gepflegt. Einige dieser haben Ihre moralischen Werte und beobachten genau, was in den Quellen passiert. Sollte einer auf die Idee kommen, Hintertüren einzubauen, gibt es eine Kopie der Quellen, wo diese Hintertür wieder entfernt wird, denn es wird immer die Person geben, die das nicht möchte. Bei Linux würde das sehr schnell auffallen und der Name wäre verdorben. Ein besseres/sicheres Produkt würde es ersetzen. Merken Sie etwas? Hier geht es um echte Qualität! Das bedeutet, das System macht, was Sie sich wünschen und nichts anderes. Es ist für den Benutzer da nicht für eine Firma. Linux und die ganze Gemeinschaft lebt genau davon. Sie lebt von Transparenz, Qualität und somit Sicherheit.

Und genau deswegen ist Linux auch das Richtige für Sie. Windows ist für niemanden eine gute Wahl. Es ist Zwang, den man entkommen sollte. Ist man dem entkommen und kann der Gesellschaft trotzdem beitragen oder sich produktiv in seiner Firma entfachten, dann wird das Leben automatisch viel lässiger. Keinen unerwünschten Datenklau, keine Viren, keine Ressourcenverschwendung von Software (Anti-Virus), die Sie nicht wirklich brauchen. Sie erhalten Software, die nur genau das tut, was Sie möchten und nicht mehr. Hier ist übrigens noch ein netter Beweis:

Ubuntu ist zwar gut, aber von der Bedienung etwas ungewohnt, wenn man Windows immer gewohnt war. Falls Sie aus der Windows Welt kommen, kann Ich Ihnen Linux Mint ans Herz legen. Dazu mehr hier:

http://www.steinzone.de/wordpress/index.php/2017/06/11/das-beste-desktop-pc-betriebssystem-gibt-es-sowas-teil-3-linux/

Ich helfe bei der Wahl gerne weiter. Schreiben Sie mich an. Ich möchte den Menschen helfen, aus dieser IT-Sinnlosigkeit zu entkommen. Lassen Sie sich befreien.

Wenn es für Sie eine Lösung gibt Linux am Arbeitsplatz einzusetzen, bei der Sie mindestens genauso gut arbeiten können, dann werden Sie schnell merken, dass die Arbeit am PC viel mehr Spaß macht. Suchen Sie nach der oder anderen Lösungen.

Linux am Arbeitsplatz ist die eine Variante um sein System besser abzusichern, aber nicht die Einzige. Das Thema Cloud möchte ich für Sie noch kurz anschneiden.

Cloud

Wir waren bei „Sicherheit“. Was soll jetzt die Cloud damit zu tun haben? Nun, die Frage stellt sich sobald Ihre Daten in Verbindung mit einer Cloud kommen. Was ist also wirklich eine Cloud?

Der Begriff ist sehr unscharf definiert. Auf gut Deutsch ist es Luft mit gesättigten Dampf. Das Wasser sind die Daten, die von Ihren Geräten in die Luft gehen und zur Wolke heranwachsen. Man kann es so sehen. Laden Sie Daten herunter, findet eine Kondensation statt. 😉

Eigentlich ist eine Cloud ein ganz nettes Konzept, denn Sie lagern die Daten an einer zentralen Stelle und können mit jedem Gerät die abrufen. Eigentlich ganz sinnvoll und selbsterklärend. Es ist nicht komplizierter als genau das.

Heutzutage haben die Menschen mehrere Geräte (PCs, Tablets, Smartphones) um Ihre Daten zu bearbeiten. Das klassische Beispiel sind Emails. Ein Email-Server kann als Bestandteil einer Cloud gesehen werden.

Kommen wir zu dem Problem. Wo liegt diese Cloud (Server, der Ihre Daten zur Cloud verarbeitet)? Naja, das ist eigentlich auch nicht klar, weil Firmen wie Google, Apple, Microsoft, usw. große Serverfarmen besitzen. In Verbindung mit einem Ihrer Online-Konten (Onedrive, iCloud) liegen dann die Daten Irgendwo in riesigen Datenzentren und werden durchgeleuchtet, sofern die Firma den Bedarf dazu sieht.

Möchten Sie diese Technologie nicht sinnvoller nutzen? Sie habe zu Hause doch auch einen Briefkasten, oder? Wie wäre es mit einer eigenen Cloud? Sie können diese Cloud nach Ihrem belieben konfigurieren (lassen) und dafür sorgen, dass diese über das Internet auch von außen zugänglich ist (sofern sie das wollen). Ein Rasperry Pi (https://www.raspberrypi.org/) reicht meistens schon aus, um eine private Cloud zu haben, bei der Sie die Daten unter Kontrolle haben und vor dem Internet wegschließen können. Es ist klein, verbraucht maximal soviel Strom wie ein Modem oder Router der Telekom und kann dazu noch Ihr privates Netzwerk überwachen.

Sehen Sie das Beispiel Emails: Die Emails, die Ihnen geschickt werden landen direkt auf Ihrem Cloud-Server. Sie bleiben nicht im Internet, wie bei GMX oder Freenet und Co. sondern Sie befinden sich wirklich bei Ihnen zu Hause. Jetzt können Sie mit Ihrem Gerät die Mails abrufen, aber der Zugang geht auf Ihren Cloud-Server. Der Abruf ist sogar viel schneller und dadurch, dass die Emails in Ihrem Netzwerk zu finden sind. Der ehemalige Email-Provider kann also damit nicht mehr einfach in Ihre Post reinschauen, wenn Ihm danach ist. Außerdem ist es auch ausfallsicherer, denn wenn Sie mal nicht ins Internet kommen, ist der Server trotzdem noch da und Sie kommen an Ihre Emails.

Das Gleiche gilt natürlich auch für Dateien, Kontakte, Termine. Speichern Sie alles in der Cloud und es ist wirklich dort, wo Sie es haben möchten und nicht irgendwo anders.

Das war es mit meinem kleinen Exkurs. Ich hoffe einigen Menschen die Augen geöffnet zu haben und freue mich jederzeit über interessante Diskussionen zu diesem Thema.

Das beste Desktop PC Betriebssystem. Gibt es sowas? (Teil 3/4: Linux)

Teil 2 noch nicht gelesen? dann aber…

zu Teil 2

Teil 3: Linux

Nun kommen wir zu meinem Lieblingsthema Linux und hoffentlich auch für Sie. Dieser Text soll Leute, die sich unsicher sind ob es das Richtige ist, eine neue Perspektive geben.

Allerdings möchte ich ein wenig anders anfangen, als andere Autoren das getan haben. Ich konzentriere mich zuerst auf die grafische Oberfläche. Warum ist das wichtig? Ist es nicht unbedingt, aber es erleichtert die Wahl zwischen den vielen über 300 Linux Distributionen (Distros).

Da ist auch der Nachteil. Linux hat zu viel Auswahl. Das gibt es bei Windows oder MacOS nicht. Und welche ist dann die beste Distro? Das kommt auf den Anwendertypus an. Ich denke aber, wenn wir mit der Diskussion „Grafische Oberflächen“ (GUI) starten, ist die Wahl viel einfacher. Die Wahrheit ist, dass die Distros sich oftmals ab-kopieren und nur kleine Veränderungen enthalten. Außerdem ist GUI sehr wichtig, denn die Entwickler einer bestimmten GUI entwickeln auch meistens an der Distro. Das ist auch wichtig, weil diese mit der vorgesehenen Distro im Einklang arbeitet. Mehr dazu folgt.

Warum aber überhaupt Linux? Ein paar Vorteile gibt es schon:

  1. Keinen Ärger mehr mit Viren. Linux ist im Kern sicher.
  2. Rechnerangriffe auf Linux Systemen ist sehr schwierig, weil Webbrowser niemals vollen Zugriff auf Ihrem Rechner haben.
  3. Keine Bluescreens.
  4. Keine Spionageaktivitäten an Ihrem Rechner. Der PC gehört Ihnen und macht nur das, was Sie möchten.
  5. Keine Zwänge Updates installieren zu müssen, wenn es Ihnen am wenigsten passt.
  6. In der Regel weniger Hardware-Ressourcen, die benötigt werden. Einige Linux Distros kommen bereits mit 256 MB RAM gut aus.
  7. Jede Menge kostenlose werbefreie Software von sehr hoher Qualität.

Aber diese Diskussionen finden sich in anderen Foren und Sites wieder. Darauf werde ich nicht näher eingehen.

Führen wir mal einen neuen Begriff ein: Desktop Umgebung (Desktop Environment). Auch hier gibt es einige. Bei Windows oder MacOS, gibt es den Begriff nicht wirklich fest, aber Desktop Umgebung ist alles grafische außerhalb der Anwendungen, was Sie als Anwender sehen. Bei Windows ist das z. B. das Startmenü und die Taskleiste. Der (Internet) Explorer u. a. gehört als zentraler Bestandteil dazu.

Jetzt gibt es für Linux viele Desktop-Umgebungen, zum Glück aber weniger als Distros. Hier müssen Sie sich die Frage stellen, welche Desktop Umgebung Sie eher anspricht. Ich werde im Abschnitt auch auf die Hauptdistro eingehen. Sollte Ihnen diese gefallen – ist mein Tipp – die entsprechende Hauptdistro zu nehmen. Dort läuft die dafür vorgesehene Desktop Umgebung einfach am besten.

In der Regel kann jede Distro mit jeder beliebigen Desktop Umgebung arbeiten. Da die Entwickler der Distro aber diese nicht ausgiebig testen, halte ich davon eher Abstand. Wenn Sie also eine gute stabile und zuverlässige „Experience“ erleben wollen, nehmen Sie einfach die Hauptdistro. Experimentieren können Sie immer noch. Sie können auch mehrere Desktop Umgebungen installieren, wenn Ihnen danach ist.

Gnome

Und so sieht es bei mir aus. Gnome-Shell ist mein Favorit. Ich habe die Desktop-Umgebung mit ein paar Extensions erweitert.

Und so sieht es standardmäßig aus (Die obere Leiste hat weniger Kram):

* from https://www.gnome.org/gnome-3/

Sie fragen sich vielleicht, wie man das bedient. Nun, es ist sehr einfach. Es gibt nur zwei Ansichten, die für Wählen von Anwendungen (Aktivitäten) und die Ansicht für eine Anwendung selbst.

Es ist ein sehr ungewohntes Prinzip und hat mit Windows oder MacOS gar nichts zu tun. Hier gibt es auch kein Startmenu, im Gegenzug dazu aber eine Application View (gleichwertig).

Das ist auch der Grund, warum diese Oberfläche von vielen Linux-Usern verflucht wird. Früher war Gnome mehr an das Windows Paradigma angelehnt. Vor 6 Jahren wurde dieses Konzept über Bord geworfen, denn die Entwickler wollten etwas evolutionäres schaffen.

Ich mag Gnome und Gnome-Shell sehr. Ich habe das Gefühl, dass ich damit schnell und produktiv arbeiten kann. Auch die Lernkurve war nicht wirklich groß. Allerdings kann man hier keine Windows oder MacOs ähnliche Bedienkonzepte erwarten.

Es ist anders und das finde ich persönlich sehr wichtig, denn Linux sollte kein Abklatsch von Windows oder MacOS sein, sondern etwas eigenes.

Im Mittelpunkt steht das Konzept keine Ablenkung und Fokus auf die laufende Anwendung. Man sieht das Fenster der Anwendung und alles weitere wird versteckt. In der Aktivitäten-Ansicht sieht man alle laufenden Fenster in Miniaturansicht und kann dort hinwechseln, schließen oder sogar in andere virtuelle Desktops verschieben, ein Konzept, dass Windows 10 später ab-kopiert hat. Ich finde das sehr praktisch und betrachte es als Killer-Feature. In der Aktivitäten kann auch leicht gesucht werden. Egal ob Programme (sogar nicht installierte), Dokumente, Emails, alles kann dort abgerufen werden.

Wer wirklich etwas neues am PC in Sachen Bedienung erleben möchte, ist hier genau richtig. Noch dazu entwickeln einige der Hauptentwickler von Linux  (die von RedHat gesponsort werden) an dem Gnome-Desktop weiter. Genau deswegen halte ich diesen für keine schlechte Wahl.

Jetzt zur Hauptdistro von Gnome-Shell. Hier sehe ich drei, aber am besten ist Fedora. Fedora ist immer in Sachen Innovation weit vorne, allerdings gibt es jedes halbe Jahr ein Upgade, welches man unbedingt machen sollte. Hier sehe ich immer etwas Risiko. In der Vergangenheit liefen die nicht reibunslos ab. Inzwischen ist das besser geworden.

Zweite Variante ist CentOS, das ist der stabile Ableger von Fedora wird nicht so oft aktualisiert, aber zehn Jahre Support ist ein schönes versprechen, dass eingehalten wird. Bei IT Unternehmen ist es sehr beliebt. Für Desktops an sich ist es nicht ausgelegt, aber vom Terminal aus kann Gnome-Shell nachinstalliert werden. Die Installation von CentOs ist also ein bisschen aufwändiger.

Die dritte Variante ist Ubuntu Gnome oder später für die kommende 17.10 Version einfach Ubuntu, denn Canonical hat entschieden mehr an Gnome mitzuarbeiten und Unity aus Ihrem System zu entfernen. Ubuntu war schon immer einfacher und zuverlässiger in Software Management und kausale User. Was ist Unity? kommt noch!

Empfehlen kann ich aber auch noch OpenSuse Leap, aber eher weniger. Leider ist die Version nicht ganz neu, aber im Gegenzug enthält es viele Tools für Power Users (YaST).

Für jemanden, der umsteigen möchte und noch nie Linux genutzt hat, würde ich mit Gnome-Shell warten. Es ist zwar einfach zu bedienen, aber wir brauchen noch ein darunterliegendes System, was nicht für IT-Profis ausgelegt ist. Das sehe ich hier noch nicht ganz klar.

Wer sich aber so wenig mit dem System quälen möchte, trotzdem Gnome-Shell haben will, dem empfehle ich Ubuntu Gnome 17.04. Ich habe es im produktiven Einsatz und es macht keinen Ärger. Es gibt auch Ubuntu Gnome 16.04 LTS mit 5 Jahren Support (also noch bis 2021). Das kann man auch ohne einsetzen…

Unity

Canonical hat etwas eigenes entwickelt (auch vor 6 Jahren), was anfangs sehr instabil war, heute aber wirklich gut läuft. Leider wird es nicht mehr weiterentwickelt und ich rate davon ab, es noch zu nutzen. Ubuntu 17.10 liefert jetzt ein angepasstes Gnome mit, was die Ex-Unity-User abholen wird.

*aus Wikipedia

Wenn Sie natürlich sowas immer noch benutzen wollen, sind Sie mit Ubuntu 16.04 LTS noch gut dabei (Auch bis 2021 Support). Danach müssen Sie aber nach Alternativen suchen.

Cinnamon

Vor einigen Jahren war der Hass auf Gnome (und Unity) etwas größer, weil die Entwickler zu viel Neues wagten. Cinnamon ist daraus entstanden und hat sich in eine Richtung entwickelt, die wesentlich benutzerfreundlicher ist.

Allerdings sind das MS Windows ähnliche Paradigma, mit denen Menschen aus der Windows Welt abgeholt werden können. Hier gibt es ein Startmenü, Desktop-Symbole, Systemsteuerung usw.

Es ist aber keine einfache Kopie von Windows Komponenten; es ist viel mehr. Die Entwickler haben sehr viel Feedback von Menschen aus Foren umgesetzt, manche Features, die selbst bei Windows sehr praktisch gewesen wären. Hier kann man von diesen profitieren. Zum Beispiel kann die Taskleiste beliebig angepasst werden. Ob dort eine kleine Systemüberwachung zu sehen ist, Mailüberwachung, Taskleiste nur mit Symbolen oder auch mit Beschriftung. Das kann alles Individuell eingestellt werden. Der Update-Manager ist sehr übersichtlich und lässt den Benutzer konfigurieren wann und wie diese angewandt werden.

Es ist wirklich ein schönes Konzept in dem sich User von Windows 95 bis 10 wirklich wohlfühlen können. Es ist flott, es ist sicher und stabil. An Anpassungsoptionen bleibt kein Wunsch offen. Man kann sogar alles mit zwei Klicks in die Werkeinstellungen setzen, wenn es einem nicht mehr gefällt.

Die beste Distro dafür ist ganz klar Linux Mint. Cinnamon integriert sich damit am besten. Auf Seiten wie vom Verlag CHIP heißt es sogar, es sei das beste Linux System. Von manchen Leute meine ich sogar mal gelesen zu haben, es sei das Beste System überhaupt. Ich halte das für übertrieben.

Wer Windows kennt und vielleicht nicht ganz so glücklich damit ist, Linux Mint Cinnamon kann ich ihm wärmstens empfehlen. Die Integration ist wirklich gut gelungen und Nutzer werden merken, dass keine Kommandos eingetippt werden müssen.

Cinnamon gibt es inzwischen auf vielen anderen Distros, aber davon rate ich ab. The Best Experience ist mit Linux Mint.

Leider hat Linux Mint einen Nachteil für einige Entwickler und Profis im IT-Bereich. Durch den 5-jährigen Support bleibt die Software in dem Zustand eingefroren. Sicherheitspatches werden lediglich eingepflegt. Das ist auch okay, genauso macht es ja auch Windows. Wer aber neuere Software Versionen (vielleicht sogar Beta oder Test-Versionen) bevorzugt, wird merken, bei Mint geht es um stabile Software. Die kann dann schon etwas älter sein.

Z.B. hat LibreOffice das Ribbon-Konzept der Microsoft Office ein bisschen nachgebildet. Bei Linux Mint wird man das nicht so schnell zu sehen bekommen. Sobald Version 19 (Im Sommer 2018) am Start ist, ist es mit dabei. Natürlich kann diese Software auch schon vorher installiert werden, aber es ist nicht in der Standard Software Repository enthalten.

Es ist wirklich ein gutes System und führt den Anwender in Sachen Software-Pflege gut an der Hand. Und weil es immer noch Linux ist, muss man sich auch keine Sorgen wegen Sicherheit, Viren, Malware , Spyware oder ähnliches machen.

Wer also Windows wegen Spionage und vieler andere Probleme aus dem Weg gehen möchte und eine Alternative sucht, ist mit Linux Mint genau richtig.

Einfach ausprobieren!

Der nächste Teil dieser Reise wird noch ein paar erwähnenswerte Desktop Umgebungen anschneiden, die mehr oder weniger bekannt sind, trotzdem für den produktiven Einsatz gut geeignet sind. Bleiben Sie dran, Teil 4 kommt bald!