Das beste Desktop PC Betriebssystem. Gibt es sowas? (Teil 3/4: Linux)

Teil 2 noch nicht gelesen? dann aber…

zu Teil 2

Teil 3: Linux

Nun kommen wir zu meinem Lieblingsthema Linux und hoffentlich auch für Sie. Dieser Text soll Leute, die sich unsicher sind ob es das Richtige ist, eine neue Perspektive geben.

Allerdings möchte ich ein wenig anders anfangen, als andere Autoren das getan haben. Ich konzentriere mich zuerst auf die grafische Oberfläche. Warum ist das wichtig? Ist es nicht unbedingt, aber es erleichtert die Wahl zwischen den vielen über 300 Linux Distributionen (Distros).

Da ist auch der Nachteil. Linux hat zu viel Auswahl. Das gibt es bei Windows oder MacOS nicht. Und welche ist dann die beste Distro? Das kommt auf den Anwendertypus an. Ich denke aber, wenn wir mit der Diskussion „Grafische Oberflächen“ (GUI) starten, ist die Wahl viel einfacher. Die Wahrheit ist, dass die Distros sich oftmals ab-kopieren und nur kleine Veränderungen enthalten. Außerdem ist GUI sehr wichtig, denn die Entwickler einer bestimmten GUI entwickeln auch meistens an der Distro. Das ist auch wichtig, weil diese mit der vorgesehenen Distro im Einklang arbeitet. Mehr dazu folgt.

Warum aber überhaupt Linux? Ein paar Vorteile gibt es schon:

  1. Keinen Ärger mehr mit Viren. Linux ist im Kern sicher.
  2. Rechnerangriffe auf Linux Systemen ist sehr schwierig, weil Webbrowser niemals vollen Zugriff auf Ihrem Rechner haben.
  3. Keine Bluescreens.
  4. Keine Spionageaktivitäten an Ihrem Rechner. Der PC gehört Ihnen und macht nur das, was Sie möchten.
  5. Keine Zwänge Updates installieren zu müssen, wenn es Ihnen am wenigsten passt.
  6. In der Regel weniger Hardware-Ressourcen, die benötigt werden. Einige Linux Distros kommen bereits mit 256 MB RAM gut aus.
  7. Jede Menge kostenlose werbefreie Software von sehr hoher Qualität.

Aber diese Diskussionen finden sich in anderen Foren und Sites wieder. Darauf werde ich nicht näher eingehen.

Führen wir mal einen neuen Begriff ein: Desktop Umgebung (Desktop Environment). Auch hier gibt es einige. Bei Windows oder MacOS, gibt es den Begriff nicht wirklich fest, aber Desktop Umgebung ist alles grafische außerhalb der Anwendungen, was Sie als Anwender sehen. Bei Windows ist das z. B. das Startmenü und die Taskleiste. Der (Internet) Explorer u. a. gehört als zentraler Bestandteil dazu.

Jetzt gibt es für Linux viele Desktop-Umgebungen, zum Glück aber weniger als Distros. Hier müssen Sie sich die Frage stellen, welche Desktop Umgebung Sie eher anspricht. Ich werde im Abschnitt auch auf die Hauptdistro eingehen. Sollte Ihnen diese gefallen – ist mein Tipp – die entsprechende Hauptdistro zu nehmen. Dort läuft die dafür vorgesehene Desktop Umgebung einfach am besten.

In der Regel kann jede Distro mit jeder beliebigen Desktop Umgebung arbeiten. Da die Entwickler der Distro aber diese nicht ausgiebig testen, halte ich davon eher Abstand. Wenn Sie also eine gute stabile und zuverlässige „Experience“ erleben wollen, nehmen Sie einfach die Hauptdistro. Experimentieren können Sie immer noch. Sie können auch mehrere Desktop Umgebungen installieren, wenn Ihnen danach ist.

Gnome

Und so sieht es bei mir aus. Gnome-Shell ist mein Favorit. Ich habe die Desktop-Umgebung mit ein paar Extensions erweitert.

Und so sieht es standardmäßig aus (Die obere Leiste hat weniger Kram):

* from https://www.gnome.org/gnome-3/

Sie fragen sich vielleicht, wie man das bedient. Nun, es ist sehr einfach. Es gibt nur zwei Ansichten, die für Wählen von Anwendungen (Aktivitäten) und die Ansicht für eine Anwendung selbst.

Es ist ein sehr ungewohntes Prinzip und hat mit Windows oder MacOS gar nichts zu tun. Hier gibt es auch kein Startmenu, im Gegenzug dazu aber eine Application View (gleichwertig).

Das ist auch der Grund, warum diese Oberfläche von vielen Linux-Usern verflucht wird. Früher war Gnome mehr an das Windows Paradigma angelehnt. Vor 6 Jahren wurde dieses Konzept über Bord geworfen, denn die Entwickler wollten etwas evolutionäres schaffen.

Ich mag Gnome und Gnome-Shell sehr. Ich habe das Gefühl, dass ich damit schnell und produktiv arbeiten kann. Auch die Lernkurve war nicht wirklich groß. Allerdings kann man hier keine Windows oder MacOs ähnliche Bedienkonzepte erwarten.

Es ist anders und das finde ich persönlich sehr wichtig, denn Linux sollte kein Abklatsch von Windows oder MacOS sein, sondern etwas eigenes.

Im Mittelpunkt steht das Konzept keine Ablenkung und Fokus auf die laufende Anwendung. Man sieht das Fenster der Anwendung und alles weitere wird versteckt. In der Aktivitäten-Ansicht sieht man alle laufenden Fenster in Miniaturansicht und kann dort hinwechseln, schließen oder sogar in andere virtuelle Desktops verschieben, ein Konzept, dass Windows 10 später ab-kopiert hat. Ich finde das sehr praktisch und betrachte es als Killer-Feature. In der Aktivitäten kann auch leicht gesucht werden. Egal ob Programme (sogar nicht installierte), Dokumente, Emails, alles kann dort abgerufen werden.

Wer wirklich etwas neues am PC in Sachen Bedienung erleben möchte, ist hier genau richtig. Noch dazu entwickeln einige der Hauptentwickler von Linux  (die von RedHat gesponsort werden) an dem Gnome-Desktop weiter. Genau deswegen halte ich diesen für keine schlechte Wahl.

Jetzt zur Hauptdistro von Gnome-Shell. Hier sehe ich drei, aber am besten ist Fedora. Fedora ist immer in Sachen Innovation weit vorne, allerdings gibt es jedes halbe Jahr ein Upgade, welches man unbedingt machen sollte. Hier sehe ich immer etwas Risiko. In der Vergangenheit liefen die nicht reibunslos ab. Inzwischen ist das besser geworden.

Zweite Variante ist CentOS, das ist der stabile Ableger von Fedora wird nicht so oft aktualisiert, aber zehn Jahre Support ist ein schönes versprechen, dass eingehalten wird. Bei IT Unternehmen ist es sehr beliebt. Für Desktops an sich ist es nicht ausgelegt, aber vom Terminal aus kann Gnome-Shell nachinstalliert werden. Die Installation von CentOs ist also ein bisschen aufwändiger.

Die dritte Variante ist Ubuntu Gnome oder später für die kommende 17.10 Version einfach Ubuntu, denn Canonical hat entschieden mehr an Gnome mitzuarbeiten und Unity aus Ihrem System zu entfernen. Ubuntu war schon immer einfacher und zuverlässiger in Software Management und kausale User. Was ist Unity? kommt noch!

Empfehlen kann ich aber auch noch OpenSuse Leap, aber eher weniger. Leider ist die Version nicht ganz neu, aber im Gegenzug enthält es viele Tools für Power Users (YaST).

Für jemanden, der umsteigen möchte und noch nie Linux genutzt hat, würde ich mit Gnome-Shell warten. Es ist zwar einfach zu bedienen, aber wir brauchen noch ein darunterliegendes System, was nicht für IT-Profis ausgelegt ist. Das sehe ich hier noch nicht ganz klar.

Wer sich aber so wenig mit dem System quälen möchte, trotzdem Gnome-Shell haben will, dem empfehle ich Ubuntu Gnome 17.04. Ich habe es im produktiven Einsatz und es macht keinen Ärger. Es gibt auch Ubuntu Gnome 16.04 LTS mit 5 Jahren Support (also noch bis 2021). Das kann man auch ohne einsetzen…

Unity

Canonical hat etwas eigenes entwickelt (auch vor 6 Jahren), was anfangs sehr instabil war, heute aber wirklich gut läuft. Leider wird es nicht mehr weiterentwickelt und ich rate davon ab, es noch zu nutzen. Ubuntu 17.10 liefert jetzt ein angepasstes Gnome mit, was die Ex-Unity-User abholen wird.

*aus Wikipedia

Wenn Sie natürlich sowas immer noch benutzen wollen, sind Sie mit Ubuntu 16.04 LTS noch gut dabei (Auch bis 2021 Support). Danach müssen Sie aber nach Alternativen suchen.

Cinnamon

Vor einigen Jahren war der Hass auf Gnome (und Unity) etwas größer, weil die Entwickler zu viel Neues wagten. Cinnamon ist daraus entstanden und hat sich in eine Richtung entwickelt, die wesentlich benutzerfreundlicher ist.

Allerdings sind das MS Windows ähnliche Paradigma, mit denen Menschen aus der Windows Welt abgeholt werden können. Hier gibt es ein Startmenü, Desktop-Symbole, Systemsteuerung usw.

Es ist aber keine einfache Kopie von Windows Komponenten; es ist viel mehr. Die Entwickler haben sehr viel Feedback von Menschen aus Foren umgesetzt, manche Features, die selbst bei Windows sehr praktisch gewesen wären. Hier kann man von diesen profitieren. Zum Beispiel kann die Taskleiste beliebig angepasst werden. Ob dort eine kleine Systemüberwachung zu sehen ist, Mailüberwachung, Taskleiste nur mit Symbolen oder auch mit Beschriftung. Das kann alles Individuell eingestellt werden. Der Update-Manager ist sehr übersichtlich und lässt den Benutzer konfigurieren wann und wie diese angewandt werden.

Es ist wirklich ein schönes Konzept in dem sich User von Windows 95 bis 10 wirklich wohlfühlen können. Es ist flott, es ist sicher und stabil. An Anpassungsoptionen bleibt kein Wunsch offen. Man kann sogar alles mit zwei Klicks in die Werkeinstellungen setzen, wenn es einem nicht mehr gefällt.

Die beste Distro dafür ist ganz klar Linux Mint. Cinnamon integriert sich damit am besten. Auf Seiten wie vom Verlag CHIP heißt es sogar, es sei das beste Linux System. Von manchen Leute meine ich sogar mal gelesen zu haben, es sei das Beste System überhaupt. Ich halte das für übertrieben.

Wer Windows kennt und vielleicht nicht ganz so glücklich damit ist, Linux Mint Cinnamon kann ich ihm wärmstens empfehlen. Die Integration ist wirklich gut gelungen und Nutzer werden merken, dass keine Kommandos eingetippt werden müssen.

Cinnamon gibt es inzwischen auf vielen anderen Distros, aber davon rate ich ab. The Best Experience ist mit Linux Mint.

Leider hat Linux Mint einen Nachteil für einige Entwickler und Profis im IT-Bereich. Durch den 5-jährigen Support bleibt die Software in dem Zustand eingefroren. Sicherheitspatches werden lediglich eingepflegt. Das ist auch okay, genauso macht es ja auch Windows. Wer aber neuere Software Versionen (vielleicht sogar Beta oder Test-Versionen) bevorzugt, wird merken, bei Mint geht es um stabile Software. Die kann dann schon etwas älter sein.

Z.B. hat LibreOffice das Ribbon-Konzept der Microsoft Office ein bisschen nachgebildet. Bei Linux Mint wird man das nicht so schnell zu sehen bekommen. Sobald Version 19 (Im Sommer 2018) am Start ist, ist es mit dabei. Natürlich kann diese Software auch schon vorher installiert werden, aber es ist nicht in der Standard Software Repository enthalten.

Es ist wirklich ein gutes System und führt den Anwender in Sachen Software-Pflege gut an der Hand. Und weil es immer noch Linux ist, muss man sich auch keine Sorgen wegen Sicherheit, Viren, Malware , Spyware oder ähnliches machen.

Wer also Windows wegen Spionage und vieler andere Probleme aus dem Weg gehen möchte und eine Alternative sucht, ist mit Linux Mint genau richtig.

Einfach ausprobieren!

Der nächste Teil dieser Reise wird noch ein paar erwähnenswerte Desktop Umgebungen anschneiden, die mehr oder weniger bekannt sind, trotzdem für den produktiven Einsatz gut geeignet sind. Bleiben Sie dran, Teil 4 kommt bald!

Das beste Desktop PC Betriebssystem. Gibt es sowas? (Teil 1/4: Hardware)

Hier ist eine der Fragen, die mich schon lange plagt:

Welches ist das beste Betriebssystem (OS) für einen Desktop PC?

Ich kenne für mich selber mehr oder weniger die Antwort, doch ich bin mir nicht sicher, ob andere sich weiterhin die Frage stellen.

Falls der Leser sich fragt, ob es etwas besseres als Windows, Linux oder MacOS X gibt, werde ich versuchen über ein paar Gedankenanstöße sich selber diese Frage zu beantworten. Dabei werde ich meine Erfahrung in Sachen IT offenbaren und erklären, warum manche Dinge in der IT-Landschaft aufgebaut sind wie sie heute zu sehen sind. Ich kann gleich erwähnen, dass man mit Windows, MacOS oder Linux gut dabei ist. Andere Systeme wie BSD, AmigaOS (ja, das gibt es auch noch) oder Haiku sind für den alltäglichen Gebrauch eher weniger geeignet.

Sind Sie mit Ihrem Betriebssystem unzufrieden? Dann lesen Sie weiter. Vielleicht kann Ihnen dieser Text weiterhelfen sich für etwas Neues zu entscheiden.

Wo fangen wir an? Mit der Hardware, denn OS braucht immer die richtige Hardware damit es ordentlich funktioniert.

Hardware

Damit meine ich nicht was genau im Gerät steckt, sondern was es aus Sicht des Nutzers für eine Bedeutung hat.

In diesem Artikel beschränken wir uns auf Desktop Rechner. Es gibt Hybrid-Geräte mit Android, die man als Desktop-Rechner nutzen kann. Tablets in der Theorie kann man für die Arbeit verwenden, aber hier geht es um vollwertige Desktop-Rechner oder Notebooks.

Es gibt das Konzept der Konvergenz, bei dem alle Geräte vereeint werden und ein großes Ganzes mit einer Cloud-Anbindung bilden. Das bedeutet, dass die Daten eigentlich an einer zentralen Stelle (z.B. Cloud) liegen und jedes Gerät (Smartphone, Tablet oder Computer) die gleiche Oberfläche anzeigt (mehr oder weniger). Canonical  hat das versucht, ist aber an vielen Stellen (gerade in den letzten Monaten) gescheitert.

Ich denke der Mensch sollte die Funktionalität dieser Geräte auseinanderhalten. Eine Smartwatch kann zwar technisch einen PC ersetzen – das ist durchaus vorstellbar – macht aber keinen Sinn. Eine Smartwatch, die Uhrzeit anzeigt und ein bisschen mehr, ist dafür ausgelegt, sowie in gleicher Weise ein Smartphone für Telefonie und Erreichbarkeit stehen sollte. Deswegen ist ein Tablet auch ein Tablet und sollte nichts anderes sein. Das heißt aber nicht, dass die Geräte nicht miteinander kommunizieren sollten und das ist das Wesentliche. Darauf wird noch eingegangen.

Neue Hardware

Falls Sie einen neuen Rechner kaufen möchten, ist bei den meisten Windows vorinstalliert. Falls Sie das aber stört, gibt es einige Alternativen um dem aus dem Weg zu gehen und dabei die Lizenzkosten zu sparen. Leider kommt es nicht selten vor, dass die Auswahl begrenzter ist oder am Ende doch teurer ausfällt. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass das Betriebssystem ist, mit dem Sie klarkommen müssen.

Zum Beispiel lässt Apple sich über die Hardware und Software alles vom Kunden bezahlen. Wirft man einen Blick ausschließlich auf die Hardware, sind iMacs oder Macbooks wesentlich teurer als ein IBM-kompatibler PC – gleichwertiger Ausstattung – den man für wenig Geld sogar beim Aldi kaufen kann. 🙂

Einige meinen, sie bezahlen für das Design. Das stimmt teilweise, aber Apple ist auch sehr vom Betriebssystem (OS) überzeugt. Sie lassen sich also die Arbeit für dieses OS über den verkauften Computer bezahlen. Das geht deswegen ganz gut, weil MacOS nur auf Apple Hardware läuft (laufen darf). Alles kommt halt aus einer Hand.

Bei Microsoft Windows hingegen ist die Software für eine möglichst breite Palette an Hardware ausgelegt. Da Microsoft größtenteils die Hardware nicht selber herstellt, müssen Sie dafür extra Geld nehmen.

Auch wenn Steve Jobs mal meinte, MacOS ist kostenlos, naja, das mag zwar stimmen, aber es wurde bereits über die Apple Hardware bezahlt.

Falls Sie sich mit OS und PC gar nicht auskennen und etwas Phobie davor haben, helfe ich Ihnen gerne weiter. In der Vergangenheit, sowie auch heute, kommen die Menschen zu mir und lassen sich beraten.

Inzwischen bin ich aber der Überzeugung, dass für solche Menschen ein Linux das bessere OS ist. Linux als OS zu sehen ist schwierig, vor allem auch das Ökosystem, welches im Internet angeboten wird, zu durchschauen. Es gibt aber Linux-Versionen, die sehr schlank sind, zuverlässig funktionieren und gerade Anfängern helfen einen Computer zu nutzen.

Weil Linux und die OpenSource Software frei ist, kann jeder mit den entsprechenden Kenntnissen ein eigenes OS basteln. Genau aus diesem Grund gibt es so viele Versionen und es mangelt etwas an Übersicht. Weiteres dazu folgt…

Alte Hardware

Gerade wenn man einen neuen PC anschafft, sieht man immer noch einen Wert in der alten Hardware. Vielleicht möchte man den PC einem Kind zum lernen schenken. Es gibt viele Gründe weswegen man alter Hardware frischen Atem einhauchen möchte.

Auch hier stellt sich die Frage, wird der Rechner wieder schneller, wenn man ein wenig aufräumt?

Gerade Windows, durch die vielfältigen Möglichkeiten, ist sehr anfällig unsauber und dadurch langsamer zu werden. Ein Tool, wie CCleaner oder TuneUp Utilities, kann helfen diesen zu bereinigen. Heute sagen wir vielleicht, dass Windows 7 alt ist, aber es wird immer noch bis mindestens 2020 unterstützt:

https://support.microsoft.com/en-us/help/13853/windows-lifecycle-fact-sheet

Sollte es also gut funktionieren, sehe ich nicht den Grund auf ein Windows 10 zu aktualisieren. Die Möglichkeit ist oftmals gegeben, natürlich hat es ein paar Features (z.B. Cortana) mehr, aber ich glaube die meisten am Ende doch nicht gebraucht werden. Die Ressourcen für Windows 10 sind im Vergleich nicht deutlich höher:

http://www.techrepublic.com/article/upgrade-from-windows-7-to-windows-10-on-the-same-hardware/

Zwar meint Microsoft, die Anforderungen sind gleich, aber das stimmt nicht ganz, zumindest nach meiner Erfahrung. Deutlich höher, wie das früher bei Upgrades war, sind sie jedenfalls nicht.

Man könnte jetzt auch Windows durch etwas anderes ersetzen, wie bspw. Linux, aber Achtung, Sie haben den Rechner mit einer Lizenz gekauft und hatten dafür bezahlt. Ich würde also beim Umstieg solcher Aktion, das alternative OS eher als Zweitsystem installieren und erst genauer ansehen. Dadurch wird mittels erhöhter Redundanz auch die Absturzgefährdung verringert. Mit zwei OS müssen Sie auch nicht auf Software verzichten, die sich sonst vermissen würden.

Falls der Rechner doch zu alt und z.T. mit Windows XP oder noch älter läuft oder lief, kann Linux Abhilfe schaffen. Es gibt Linux Systeme die wirklich schlank sind. Hier muss man aber auch bei der Auswahl genau hinsehen, denn auch Linux hat Hardware-Anforderungen in den letzten Jahren hochgeschraubt und damit schränkt sich die Auswahl ein wenig ein.

LUbuntu ist ein Ubuntu Linux Derivat, dessen Software aktuell gehalten wird, aber die Mission der Distro bleibt nach Möglichkeit so wenig Ressourcen wie möglich zu brauchen.

* Aus Distrowatch

Für kleinere Sachen, wie Texte schreiben(Word) oder Tabellenkalkulation (Excel) kommt man noch mit 512 MB RAM gut aus. Ein Pentium 4 sollte aber schon im PC stecken. Mit älteren Geräten wird es zwar gehen, aber mit diesem läuft auch das System deutlich langsamer. Für das Internet von Heute sollte der Rechner schon über mind. 1 GB Arbeitsspeicher verfügen.

Wie man vielleicht herauslesen kann, halte ich mehr von Linux, aber ich bin zu Windows nicht abgeneigt. Ich will es einfach nicht nutzen, so wie jeder Mensch seine Präferenzen hat. Die Stabilität von Windows war früher (95, 98, ME) eine Katastrophe. Aber es waren flotte Betriebssysteme und notwendig für die heute veralteten Systeme. Dafür fehlte vieles an Sicherheit. Da das Internet, im Vergleich zu heute, noch nicht so zugänglich war, spielte das auch keine so große Rolle.

Durch die Anstrengungen von Windows Vista, die Verbesserungen mittels Updates für Windows XP und der Nachfolger Windows 7, hat Microsoft inzwischen die Schiene der vielen bekannten Stabilitätsproblemen in den Griff bekommen. Früher war das undenkbar, aber heute ist es wirklich ein gutes OS geworden. Auch hier dürfen wir nicht vergessen, dass die Stabilität auch von der Qualität der Hardware abhängt. Wenn Windows abstürzt, ist das nicht immer die Schuld von Microsoft.

Leider ist die Sicherheit von Windows, gerade was das Thema Viren angeht, eine andere Geschichte. Mehr dazu noch später.

Fazit, je besser die Hardware ist (neuer) desto größer auch die Auswahl des Betriebssystem.

Zu Teil 2

 

Das beste Desktop PC Betriebssystem. Gibt es sowas? (Teil 2/4: Software)

Ihre Software

Kommen wir zum Teil Software. Damit meine ich das OS und die Programme, die auf dieser Hardware eingesetzt werden und gehe hauptsächlich auf den Bediensaspekt ein. Der Kern des OS kommt jeweils zum Schluss!

Zu Teil 1

Windows

Das populärste aller OS im Desktop-Bereich. Von der Oberfläche ist es ganz nett und enthält seit Windows 10 wieder ein Startmenü. Startmenü scheint für die meisten Menschen das wichtigste zu sein. Seit Windows 95 gibt es das und für die damalige Zeit war das eine geniale Idee. Dieser Knopf ist auch so ziemlich das einzige, was über die Versionen geblieben ist (außer Windows 8). Wie das Menü letztlich aussieht, ist auch egal. Das ändert sich ständig. Nur der Start-Knopf unten links zählt!

*Bilder aus Winhistory

Alles Andere ist ein Chaos. Microsoft schafft es einfach nicht aufzuräumen. Inzwischen gibt es in Windows 10 zwei Systemsteuerungen, zwei Dateimanager, zwei Webbrowser. Leider gibt es Gründe den einen oder anderen einzusetzen, also alles ziemlich überladen. Jemand, der versucht seinen Rechner zu verstehen, ist damit überfordert. Wer Windows aus älteren Versionen kennt, findet sich zurecht, aber ärgert sich auch meistens, dass er nicht alles wiederfindet. Microsoft versucht immer wieder etwas Neues, das finde ich gut , aber das bedeutet zugleich, dass jedes Upgrade die Bedienelemente woanders hinschauen, aber letztlich immer noch gleiche mit OS gemacht wird. Denn wirklich besser macht es das auch nicht.
Ich denke das ist der Grund, weswegen die Leute keine neue Version haben wollen und lieber beim XP oder 7 bleiben. Das ist sehr schade.

Die Software-Vielfalt ist groß. Alles was man auf dem Markt findet läuft heutzutage in der Regel Unter Windows 7 oder später. Das ist ein großer Vorteil und oftmals ein K.O. Kriterium für viele Anwender. Allerdings gibt es Möglichkeiten Windows Anwendungen auf anderen OS laufen zu lassen. Dabei sind natürlich immer gewisse Risiken dabei.

Auch bei Spielen ist das schwierig. Spiele, die man im Geschäft kauft, laufen unter Windows. Möchte man also Windows nicht mehr nutzen, sollte man sicherstellen, dass die Alternativen wirklich eine brauchbare Wahl darstellen. Andererseits ist man enttäuscht und möchte zurück. Es gibt immer mehr Spiele, die unter MacOS und Linux laufen (Auch dank der Steam-Plattform), aber die primäre Plattform bleibt nach wie vor Windows. Auch hier sollte man sich aber die Frage stellen, ob es immer die modernsten Spiele sein müssen. Ältere Spiele wurden auf andere Betriebssysteme portiert und laufen oftmals besser als Ihr Original. Also auch hier ist etwas Beratung und Nachforschung nicht fehl am Platz. Microsoft beendet auch den Support für ältere Windows Versionen. Auch hier habe ich erlebt, das alte Spiele die für Windows entwickelt wurden nicht mehr auf dem aktuellsten System laufen. Dort können Unter Linux Programme wie DosBox oder Wine Abhilfe schaffen.

Sicherheit ist ein Problem bei Windows und hat sich beim Windows 10 nicht wirklich verbesser. Windows ist sehr offen für Angriffe und weil die meisten Nutzer zusätzlich dazu leichtsinnig sind, weil Ihnen das Sicherheitsbewusstsein fehlt ist die Gefahr umso größer. Das ist auch nicht die Schuld des Anwenders, sondern des OS, dass es das nicht besser vermitteln kann.

Viren gibt es größtenteils für Windows und Ransomware-Attacken, wie letztens im Mai 2017, sind keine Seltenheit. Okay, diesmal waren alle früheren Versionen vor Windows 10 betroffen, aber haben Banken und Regierungen nicht Windows 7 am laufen? WannaCry hat für ganz schön viel Ärger gesorgt, aber warum nutzen solche Institutionen ein Betriebssystem was so anfällig ist, frage ich mich nicht selten. Die Antwort ist einfach, weil es jeder kennt und nutzt. Viele Menschen starten einen Aufruhr, wenn versucht wird etwas anderes einzusetzen. Das LiMux-Projekt leidet genau unter dem Problem. Schade, denn die Idee ist gut. Nur Windows Paradigma bekommt man nicht aus den Köpfen der meisten heraus. Es wird an vielen Schulen schon so gelehrt als sei es das einzige OS. Das ist also kein Wunder, dass solche Widerspruche in der Gesellschaft immer wieder auftauchen.

Schauen wir uns ein anderes Beispiel an…

MacOS

Apples Betriebssystem ließ die Herzen der Hacker höher schlagen, als Unix integriert wurde und dann MacOS X genannt wurde. Es steht auch für römische zehn. Die Oberfläche ist größtenteils gleich geblieben. Sie wurde bunter, bekam anderes Design, aber die Bedienelemente haben sich nie geändert. Es gab schon ein paar Änderungen, doch es handelt sich eher um Ergänzungen. Alte Konzepte wie das obere linke Menü getrennt vom Fenster gibt auch noch heute (Übrigens wird es seit kurzen wieder MacOS genannt).

Ich finde die Konservativität gut, weil die Leute, die Upgrade wollen, keine bösen Überraschungen erleben. Apple-User upgraden sogar gerne, vor allem weil sie viele der Upgrades kostenlos erhalten. So müsste sein, finde ich. Steve Jobs meinte Mal, dass Microsoft keine Kultur habe. Das Apple am Bedienkonzept nichts ändert macht es zur Identität. Auch das ist nicht immer gut.

Windows 7 führte das Tiling-Konzept (Inteligente Fenster-Anordnung durch einfaches ziehen) ein, was ich sehr nützlich finde. Es ist nichts neues, aber erleichtert die Arbeit ein bisschen. Soweit mir bekannt ist, fehlt das bei MacOS  immer noch. Natürlich gibt es Anwendungen wie BetterSnapTool die das ermöglichen, aber es ist halt nicht bestandteils des OS.

Inzwischen gibt es jede Menge kommerzielle (oftmals teure) Software für Spezialanwendungen. Architekten und Grafikdesigner nutzen Aufgrund dieser Software auch eher Apple Systemen.

Auch weil diese dafür bekannt sind, sehr stabil und zuverlässig zu funktionieren. Mit Viren müssen sich Apple-User gar nicht herumplagen, ein großes Plus ist das.

Der Kernel hat seit der Version 10 Unix im Unterbau. Dort gibt es ein vernünftiges Berechtigungssystem, was den Benutzer wirklich vom Kern aus schützt und nicht über irgendwelche Pseudomaßnahmen (Anti-Virus Programme), die am Ende doch nicht alles finden.

Wer also das Geld hat, Design liebt und seine Ruhe möchte, ist Apple Rechner nicht falsch. Auch Windows als zweites System oder in einer virtuellen Maschine kann installiert werden. So muss auf die existierenden Programme nicht verzichtet werden.

Es gibt noch ein System was mindestens genauso sicher ist und kostengünstiger bei richtiger Beratung und Installation: Linux. MacOS und Linux durch den Unix Unterbau sind sich in vielerlei Hinsicht ähnlich.

Im nächsten Teil gehe ich näher auf Linux ein. Der Grund dafür ist, weil es eine große Welt ist, die es zu verstehen gibt.

Teil 3