Das beste Desktop PC Betriebssystem. Gibt es sowas? (Teil 2/4: Software)

Ihre Software

Kommen wir zum Teil Software. Damit meine ich das OS und die Programme, die auf dieser Hardware eingesetzt werden und gehe hauptsächlich auf den Bediensaspekt ein. Der Kern des OS kommt jeweils zum Schluss!

Zu Teil 1

Windows

Das populärste aller OS im Desktop-Bereich. Von der Oberfläche ist es ganz nett und enthält seit Windows 10 wieder ein Startmenü. Startmenü scheint für die meisten Menschen das wichtigste zu sein. Seit Windows 95 gibt es das und für die damalige Zeit war das eine geniale Idee. Dieser Knopf ist auch so ziemlich das einzige, was über die Versionen geblieben ist (außer Windows 8). Wie das Menü letztlich aussieht, ist auch egal. Das ändert sich ständig. Nur der Start-Knopf unten links zählt!

*Bilder aus Winhistory

Alles Andere ist ein Chaos. Microsoft schafft es einfach nicht aufzuräumen. Inzwischen gibt es in Windows 10 zwei Systemsteuerungen, zwei Dateimanager, zwei Webbrowser. Leider gibt es Gründe den einen oder anderen einzusetzen, also alles ziemlich überladen. Jemand, der versucht seinen Rechner zu verstehen, ist damit überfordert. Wer Windows aus älteren Versionen kennt, findet sich zurecht, aber ärgert sich auch meistens, dass er nicht alles wiederfindet. Microsoft versucht immer wieder etwas Neues, das finde ich gut , aber das bedeutet zugleich, dass jedes Upgrade die Bedienelemente woanders hinschauen, aber letztlich immer noch gleiche mit OS gemacht wird. Denn wirklich besser macht es das auch nicht.
Ich denke das ist der Grund, weswegen die Leute keine neue Version haben wollen und lieber beim XP oder 7 bleiben. Das ist sehr schade.

Die Software-Vielfalt ist groß. Alles was man auf dem Markt findet läuft heutzutage in der Regel Unter Windows 7 oder später. Das ist ein großer Vorteil und oftmals ein K.O. Kriterium für viele Anwender. Allerdings gibt es Möglichkeiten Windows Anwendungen auf anderen OS laufen zu lassen. Dabei sind natürlich immer gewisse Risiken dabei.

Auch bei Spielen ist das schwierig. Spiele, die man im Geschäft kauft, laufen unter Windows. Möchte man also Windows nicht mehr nutzen, sollte man sicherstellen, dass die Alternativen wirklich eine brauchbare Wahl darstellen. Andererseits ist man enttäuscht und möchte zurück. Es gibt immer mehr Spiele, die unter MacOS und Linux laufen (Auch dank der Steam-Plattform), aber die primäre Plattform bleibt nach wie vor Windows. Auch hier sollte man sich aber die Frage stellen, ob es immer die modernsten Spiele sein müssen. Ältere Spiele wurden auf andere Betriebssysteme portiert und laufen oftmals besser als Ihr Original. Also auch hier ist etwas Beratung und Nachforschung nicht fehl am Platz. Microsoft beendet auch den Support für ältere Windows Versionen. Auch hier habe ich erlebt, das alte Spiele die für Windows entwickelt wurden nicht mehr auf dem aktuellsten System laufen. Dort können Unter Linux Programme wie DosBox oder Wine Abhilfe schaffen.

Sicherheit ist ein Problem bei Windows und hat sich beim Windows 10 nicht wirklich verbesser. Windows ist sehr offen für Angriffe und weil die meisten Nutzer zusätzlich dazu leichtsinnig sind, weil Ihnen das Sicherheitsbewusstsein fehlt ist die Gefahr umso größer. Das ist auch nicht die Schuld des Anwenders, sondern des OS, dass es das nicht besser vermitteln kann.

Viren gibt es größtenteils für Windows und Ransomware-Attacken, wie letztens im Mai 2017, sind keine Seltenheit. Okay, diesmal waren alle früheren Versionen vor Windows 10 betroffen, aber haben Banken und Regierungen nicht Windows 7 am laufen? WannaCry hat für ganz schön viel Ärger gesorgt, aber warum nutzen solche Institutionen ein Betriebssystem was so anfällig ist, frage ich mich nicht selten. Die Antwort ist einfach, weil es jeder kennt und nutzt. Viele Menschen starten einen Aufruhr, wenn versucht wird etwas anderes einzusetzen. Das LiMux-Projekt leidet genau unter dem Problem. Schade, denn die Idee ist gut. Nur Windows Paradigma bekommt man nicht aus den Köpfen der meisten heraus. Es wird an vielen Schulen schon so gelehrt als sei es das einzige OS. Das ist also kein Wunder, dass solche Widerspruche in der Gesellschaft immer wieder auftauchen.

Schauen wir uns ein anderes Beispiel an…

MacOS

Apples Betriebssystem ließ die Herzen der Hacker höher schlagen, als Unix integriert wurde und dann MacOS X genannt wurde. Es steht auch für römische zehn. Die Oberfläche ist größtenteils gleich geblieben. Sie wurde bunter, bekam anderes Design, aber die Bedienelemente haben sich nie geändert. Es gab schon ein paar Änderungen, doch es handelt sich eher um Ergänzungen. Alte Konzepte wie das obere linke Menü getrennt vom Fenster gibt auch noch heute (Übrigens wird es seit kurzen wieder MacOS genannt).

Ich finde die Konservativität gut, weil die Leute, die Upgrade wollen, keine bösen Überraschungen erleben. Apple-User upgraden sogar gerne, vor allem weil sie viele der Upgrades kostenlos erhalten. So müsste sein, finde ich. Steve Jobs meinte Mal, dass Microsoft keine Kultur habe. Das Apple am Bedienkonzept nichts ändert macht es zur Identität. Auch das ist nicht immer gut.

Windows 7 führte das Tiling-Konzept (Inteligente Fenster-Anordnung durch einfaches ziehen) ein, was ich sehr nützlich finde. Es ist nichts neues, aber erleichtert die Arbeit ein bisschen. Soweit mir bekannt ist, fehlt das bei MacOS  immer noch. Natürlich gibt es Anwendungen wie BetterSnapTool die das ermöglichen, aber es ist halt nicht bestandteils des OS.

Inzwischen gibt es jede Menge kommerzielle (oftmals teure) Software für Spezialanwendungen. Architekten und Grafikdesigner nutzen Aufgrund dieser Software auch eher Apple Systemen.

Auch weil diese dafür bekannt sind, sehr stabil und zuverlässig zu funktionieren. Mit Viren müssen sich Apple-User gar nicht herumplagen, ein großes Plus ist das.

Der Kernel hat seit der Version 10 Unix im Unterbau. Dort gibt es ein vernünftiges Berechtigungssystem, was den Benutzer wirklich vom Kern aus schützt und nicht über irgendwelche Pseudomaßnahmen (Anti-Virus Programme), die am Ende doch nicht alles finden.

Wer also das Geld hat, Design liebt und seine Ruhe möchte, ist Apple Rechner nicht falsch. Auch Windows als zweites System oder in einer virtuellen Maschine kann installiert werden. So muss auf die existierenden Programme nicht verzichtet werden.

Es gibt noch ein System was mindestens genauso sicher ist und kostengünstiger bei richtiger Beratung und Installation: Linux. MacOS und Linux durch den Unix Unterbau sind sich in vielerlei Hinsicht ähnlich.

Im nächsten Teil gehe ich näher auf Linux ein. Der Grund dafür ist, weil es eine große Welt ist, die es zu verstehen gibt.

Teil 3

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